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Kernenergie - Brennstoff

Folgende Artikel und Fragen (FAQ) haben wir zum Thema "Kernenergie - Brennstoff" veröffentlicht.

Ferner finden Sie:

Antworten auf Fragen zum Themenkreis Entsorgung von Kernbrennstoffen finden Sie in der Rubrik Kernenergie -> Entsorgung.

 

Beiträge eigener Autoren

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wie lange reichen die Uranvorräte?

Das Metall Uran, dessen Atomkerne in Kernreaktoren gespalten (nicht „verbrannt“ !) werden, ist in der Erdkruste und den Ozeanen weit verbreitet. Wie alles auf der Erde sind die Uranvorräte zwar endlich, bei effizienter Nutzung aber nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Die gelegentlich zu hörende Behauptung, sie gingen in wenigen Jahrzehnten zur Neige, beruht darauf, dass fälschlich nur die bisher nachgewiesenen Reserven“ betrachtet werden. Das ist aber nur ein Bruchteil der Vorräte. … mehr

Siehe dazu auch Links: „Mehrere Minen mit mehr Uran als vermutet“
 

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Wie verhalten sich Investitions-, Betriebs- und Brennstoffkosten bei unterschiedlichen Systemen zur Stromerzeugung?

Wie lassen sich die Kosten der elektrischen Energieerzeugung für Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke aufschlüsseln? […] Gas-Kraftwerke oder Gas- und Dampfturbinen-Anlagen haben geringere Investitionskosten als z. B. Kernkraftwerke. Schon anhand der Bauzeit ist zu erahnen, wie stark die Unterschiede sind: Gaskraftwerke können binnen 2 Jahren errichtet werden. Für Kernkraftwerke ist eine Bauzeit von mehr als 6 oder mehr Jahren die Regel. … zum Artikel

Kessler
Prof. Dr.-Ing.
Dr. h.c. G. Keßler
Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Was geschieht zur Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen?
(Proliferation)

Wie viele Techniken kann die Kernspaltung von Uran und Plutonium auch militärisch genutzt oder missbraucht werden. Sie wurde sogar erstmals für Atombomben am Ende des 2. Weltkrieges eingesetzt und geriet dadurch in Misskredit. Erst einige Jahre später erkannte man ihren Wert als kostengünstige und umweltverträgliche Energie mit großem Potential und hoher Versorgungssicherheit.  mehr

Wingender
Dr. phil. nat. H.-J. Wingender

Schwerter zu Pflugscharen – Megatonnen zu Megawatt: Kann Atomwaffenmaterial für friedliche Zwecke genutzt werden?

Die Großmächte hatten während des Kalten Krieges riesige Mengen an Atomsprengköpfen angesammelt. Insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Verhandlungen darüber geführt, wie die Zahl der Atomsprengköpfe reduziert werden kann und wie das Atomwaffenmaterial so aus dem Verkehr gezogen werden kann, dass es nicht mehr zur Herstellung von Atomwaffen benutzt werden kann. … mehr

Kronenberg
Dr. A. Kronenberg

Kernreaktoren und nukleare Endlager - eine Erfindung des Menschen?

Am 4. Dezember 1942 – 4 Jahre nach der Entdeckung der Kernspaltung – setzten Enrico Fermi und seine Mitarbeiter in Chicago die erste, sich selbst erhaltende Kettenreaktion in Gang. Der erste Kernreaktor der Welt war in Betrieb gegangen. So haben wir es jedenfalls in der Schule gelernt, aber das war eindeutig falsch. Oder zumindest nicht ganz richtig, denn - wie so oft - war die Natur der modernen Physik wieder einmal weit voraus. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie gefährlich sind Transporte von verbrauchten Brennelementen?
(Castor-Transporte)

Allein in Deutschland hat es bisher etwa 2000 Transporte mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen gegeben. Dass es dabei keine sicherheitstechnischen Probleme gab, ist nicht verwunderlich. Denn ein umfangreiches System von Sicherheitsvorschriften, Tests und weiteren sicherheitstechnischen Untersuchungen sorgt weltweit dafür, dass die diversen Anforderungen erfüllt werden … mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Hat der Hochtemperaturreaktor Chancen?

Gute Gründe und sich weltweit mehrende Anzeichen sprechen dafür, dass Kernenergie insgesamt große Zukunftschancen hat, darunter auch der Hochtemperaturreaktor (HTR). Dieser weist einzigartige Eigenschaften auf, die ihn für bestimmte Zwecke besonders geeignet erscheinen lassen. Insbesondere kann er durch den Einsatz des Edelgases Helium als Kühlmittel, die konsequente Verwendung nichtmetallischer (keramischer) Materialien im Reaktorkern (der Spaltzone) sowie eine relativ geringe Leistungsdichte (Kilowatt je Liter Spaltzonenvolumen) deutlich höhere Kühlmittel-Austrittstemperaturen erreichen als andere Reaktortypen. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Die Renaissance der Kernenergie

Gründe, Investitione (Prognosen gemäß World Energy Outlook, Prognosen der IAEO), Sicherheitsaspekte, Technische Entwicklung und Proliferation. Wo werden Reaktoren gebaut? Neuaufstellung der Nuklearindustrie
Hintergrundmaterial: Die Renaissance der Kernenergie (pdf, 88 kB)

Allgemein interessierende Antworten auf Fragen von Lesern

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie ist der Kostenanteil von "Yellow Cake" (Uran) an den Geamtbetriebskosten eines Kernkraftwerkes?

Die Brennstoffzykluskosten (also die Kosten für den gesamten Brennstoffzyklus von Uranbeschaffung über Anreicherung, Brennelementfertigung, Einsatz im Reaktor etc. bis hin zur Endlagerung der Abfälle) machen etwa 20 % der gesamten Stromerzeugungskosten eines KKW aus. Hiervon entfällt etwa ein Fünftel bis ein Viertel auf das Uran selbst. Das entspricht dann einem Urananteil von rund 4 bis 5 % an den gesamten Stromerzeugungskosten. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Energieerntefaktoren bei der Erzeugung elektrischer Energie

Der Erntefaktor gibt in der Energiewirtschaft wieder, um wie viele Male die Erzeugung einer Energieanlage während ihrer Lebensdauer die zur Herstellung der Anlage benötigte Energiemenge übertrifft. Die exakte Definition lautet: "Der Erntefaktor ist der Quotient aus der Netto-Energieerzeugung während der geplanten Lebensdauer einer energieerzeugenden Anlage und dem kumulierten Energieverbrauch für die Herstellung der Anlage, der Betriebsmittel und der Betriebsstoffe. Der Begriff ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit der Nutzung regenerativer Energiequellen." … mehr

 

Aussagen anderer Fachleute

 

Kosten und Reichweite des Urans, Editorial der atomwirtschaft, 2/2005 (PDF, 1 MB)

Kernkraftwerke der vierten Generation: amerikanische Initiative im Kontext internationaler Politik (pdf rd. 500 kB; Quelle: Energiewirtschaftliche Tagesfragen Heft 11/2004)

Hintergrundmaterial

Energiespiegel COver

Nachhaltige Elektrizität: Wunschdenken oder bald Realität?

Energiespiegel – eine Publikations des Paul-Scherrer-Instituts (PSI, Villigen, CH Sommer 2010). Aus der Ankndigung der Publikation:

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Kaum ein Begriff wird so oft gebraucht wie auch missbraucht. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung ist wohl unbestritten, aber was bedeutet das konkret im Energie- und Stromsektor? Kann die Nachhaltigkeit von Energiesystemen objektiv gemessen werden? Welche Technologien schneiden dabei gut ab? Die jüngste Forschung am PSI zeigt, dass es derzeit keine optimale Lösung gibt und dass es darauf ankommt, wo wir unsere Prioritäten setzen. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des PSI Energie-Spiegels.“ … mehr (pdf, rd. 2 MB, Link zum PSI)

Wingender
Dr. phil. nat. H.-J. Wingender

Schwerter zu Pflugscharen – Megatonnen zu Megawatt:
Brennstoff aus Sprengstoff

Die Großmächte hatten während des Kalten Krieges riesige Mengen an Atomsprengköpfen angesammelt. Insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Verhandlungen darüber geführt, wie die Zahl der Atomsprengköpfe reduziert werden kann und wie das Atomwaffenmaterial so aus dem Verkehr gezogen werden kann, dass es nicht mehr zur Herstellung von Atomwaffen benutzt werden kann. Erweitertes und aktualisiertes Hintergrundmaterial zu dem Artikel. (pdf, rd. 100 kB)

COver Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

  Generation IV - Internationales Rahmenprogramm zur Entwicklung künftiger Kernenergiesysteme
(PowerPoint 2,9 MB oder PDF, 1,1 MB)

Links

Screenshot

Faktenblatt: Thorium als Kernbrennstoff

Potenzial für die Zukunft

„Seit einiger Zeit wird auf ­internationaler Ebene wieder über Thorium als Kernbrennstoff diskutiert. Obwohl in der Früh­zeit der Nukleartechnik zahlreiche Versuchsreaktoren mit Thorium gebaut wurden, setzte sich das Natururan als heute dominierender Kernbrennstoff durch. Gegenwärtig verfolgen vor allem Indien und China langfristig angelegte Reaktor-Entwicklungsprogramme zur Nutzung der enormen Energieressource, die im Thorium steckt. Die Zukunft wird zeigen, ob es gelingt, diese Ressource zur ­Deckung des Energiehungers der Menschheit einzusetzen.“ (Faktenblatt des Schweizer Nuklearforums) … zum Faktenblatt (Link zu nuklearforum.ch, Text: Nuklearforum.ch)
 

 

Mehrere Minen mit mehr Uran als vermutet

Link zum Bulletin 9/2011 des Nuklearforum Schweiz; (pdf, rd. 860 kB, siehe Seite 12 ff)
 

Screenshot Sueddeutsche

Zweifel an der Atomsteuer

20.09.2011 Finanzgericht äußert Bedenken gegen Abgabe auf Brennelemente

„Der Bundesregierung droht eine milliardenschwere Niederlage gegen die deutschen Atomkraft-Betreiber. In einer ersten Gerichtsentscheidung äußerte das Finanzgericht Hamburg am Montag ernste Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der Brennelementesteuer, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist“ … Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung;
Titel und Text: Süddeutsche Zeitung
 

 

Ausstellung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)

Im Sommer 2010 informiert das BfS die Bürger mit einer Wanderausstellung in einem „Truck“. Unter bfs.shuttle.de können Sie sich über Strahlung, Strahlenschutz, Zwischenlagerung und auch Endlagerung informieren. (Link zu bfs.shuttle.de)
 

 

Bei Areva-NP.de ist die Publikation "Argumente – Wie lange reicht das Uran?" als Download gratis erhältlich.

Informationen zu den Kernbrennstoffen Uran, Plutonium und Thorium (Gewinnung, Nutzung & Entsorgung) sind auch unter uran-info.de zu finden.