Energie-Fakten.de > Kernenergie: Fukushima (Zuletzt aktualisiert: 3. März '15)

Kernenergie - Fukushima

Folgende Artikel und Antworten auf Fragen (FAQ) haben wir zum Thema "Kernenergie - Fukushima" veröffentlicht. Einige Fragen & Antworten finden sich im Thema Tschernobyl, die daher auch verlinkt wurden. Wir haben die Antworten sortiert nach

Ferner finden Sie:

Fakten und Stand der Arbeiten

JAIF Screenshot

Übersicht über die japanischen Kernkraftwerke

Das Japanische Atomforum stellt eine Übersichtskarte „Aktueller Status der Kernkraftwerke in Japan“ nebst einer detaillierten Übersicht zur Verfügung. In dem pdf in englischer Sprache ist ebenfalls eine Übersicht zum Status des Stresstests enthalten. … zum pdf (rd. 330 kB; Stand: 27. März 2012)

Screenshot
Bericht

Details zum Stand der Arbeiten an den Anlagen (englisch)

Status of the efforts towards the Decommissioning of Fukushima Daiich Unit 1 through 4.

Tabellarische Übersicht – in engl. Sprache (zum pdf)
Vom 1. März 2012 (Quelle: JAIF)
 

Screenshot GRS

GRS veröffentlicht neuen Bericht zur aktuellen Lage vor Ort (März '15)

„Anlässlich des vierten Jahrestages des Reaktorunfalls veröffentlicht die GRS die vierte, vollständig überarbeitet Version ihres Berichts „Fukushima Daiichi 11. März 2011 – Unfallablauf, radiologische Folgen“. Der Bericht gibt einen aktuellen Überblick über den Kenntnisstand zu Ursachen und Ablauf des Unfalls. Gleichzeitig zeigt er auf, wie sich die radiologische Situation entwickelt hat und wie in den letzten vier Jahren am Standort mit den Folgen umgegangen wurde.“ … zum Bericht (Link zu grs.de, Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH; Titel und Text: grs.de)
 

Screenshot Japan

Japan will Kernkraftwerke wieder ans Netz nehmen

Angebotslücke macht die Regierung nervös

„Japan bereitet sich darauf vor, erste nach der Atomkatastrophe in Fukushima vergangenen Jahres wegen Wartungsarbeiten und Sicherheitstests abgeschaltete Atomkraftwerke wieder hochzufahren. Es sei keine Option, dass in Japan im Sommer kein einziges Atomkraftwerk mehr am Netz sei, sagte der zuständige Industrieminister Yukio Edano am Dienstag.“ … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung; Titel und Texte: NZZ)
 

Walter Tromm

Besuch in Fukushima: Fukushima – ein Jahr danach

Interview mit Dr. Walter Tromm (KIT)

Dr. Walter Tromm ist Sprecher des Programmtopics Kernenergie und Sicherheit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und arbeitet in internationalen Expertengremien zur Sicherheit von Kernreaktoren mit. Ein Jahr nach Naturkatastrophe an der Japanischen Küste hat er die verunglückten Reaktoren in Fukushima Daiichi besichtigt. Mit ihm sprach Antonia Rötger (KIT) … zum Interview
 

Screenshot NZZ

Besuch im Atomkraftwerk Daiichi in Fukushima

Tepco und die japanische Regierung organisieren eine Tour für ausländische Journalisten

Tepco und die japanische Regierung haben [erstmals, Red EF] eine Gruppe ausländischer Journalisten das havarierte Atomkraftwerk Daiichi in Fukushima besuchen lassen. … Link zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vom 29. Feb. 2012
(Titel & Text: NZZ)

Ablauf der Ereignisse

Ablauf der Ereignisse (deutsch)

Die Tabelle der GRS listet die Entwicklungen in den von dem Erdbeben betroffenen AKW. Timeline Fukushima Daiichi Stand: 20.03.2011 15:00
(Link zu GRS.de)

Seq-Skreenshot

Ablauf der Ereignisse (englisch)

Die Tabelle listet die Entwicklungen in den von dem Erdbeben betroffenen AKW. Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake; Stand 18. März 2011; Quelle: JAIF

Seq-Skreenshot

Status aller japan. AKW nach dem Erdbeben

Alle anderen japan. Reaktoren sind im Normalbetrieb oder sicher abgeschaltet. Landkarte downloaden (pdf, eine Seite)
(Quelle: JAIF; Stand: 18. März 2011 16:00 Uhr Ortszeit)

Erläuterungen

Eike Roth
Dr. E. Roth

Erläuterungen zum AKW Unfall in Fukushima (Japan)

„Mit den mir zur Zeit zugänglichen Informationen ist vieles rein sachlich schlichtweg nicht zu verstehen, daher ist es auch noch nicht gesichert zu bewerten. Ganz offensichtlich funktionieren die einfachsten Handlungen nicht. Entweder haben die Betriebsmannschaften nur alles Pech, das man sich in den schlimmsten Albträumen vorstellen kann, auf sich konzentriert, oder durch das Erdbeben und den Tsunami ist ein Umfeld geschaffen worden, in dem auch sonst völlig selbstverständliche Dinge schlichtweg nicht mehr funktionieren. … mehr
von Dr. Eike Roth (Stand 17.3.'11 - 19:30 Uhr)

siehe auch: Fukushima und was wir daraus lernen können – Versuch einer Bewertung nach 80 Tagen von gleichen Autor

Eike Roth
Dr. E. Roth

Warum kann in einem Brennelement-Lagerbecken ein Feuer entstehen?

Der Artikel behandelt die Themen und Fragen:

  • „Brennstoff“ und „Brennelemente“ in einem Kernkraftwerk
  • Warum muss ein Kernkraftwerk nach dem Abschalten weiter gekühlt werden?
  • Das Lager für abgebrannte Brennelemente
  • Was geschah in Fukushima?
  • Droht nun eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion von Kernspaltungen im Brennelemente-Becken?

Warum kann in einem Brennelement-Lagerbecken ein Feuer entstehen? … zum Artikel
(Stand 22.3.'11)

Eike Roth
Dr. E. Roth

Woher kommt das Knallgas in einem Kernkraftwerk?

In einem Leichtwasserreaktor-Kernkraftwerk gibt es grundsätzlich sechs mögliche Quellen für Knallgas:

  • Wasserstoffführende Betriebssysteme,
  • Elektrolyse von Wasser,
  • Radiolyse von Wasser,
  • thermische Zersetzung von Wasser,
  • Zirkon/Wasser-Reaktionen und
  • Kernschmelze/Beton-Reaktionen.

Der Artikel erläutert die Entstehung und die planmäßige Beherrschung von Knallgas. Er erläutert die möglichen Vorgänge in Fukushima. … zum Artikel (Stand: 24.3.'11)

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie stark ist Japan von der Kernenergie abhängig?

Solange der dramatische Kampf um die Vermeidung eines großen Reaktorunfalls in Fukushima andauert und wir nicht wissen, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, kann man über die Zukunft der Kernenergie in Japan nichts sagen. In diesem Artikel soll die Ausgangslage vor Eintritt der Tsunami-Katastrophe geschildert werden, um das Verständnis für die Lage in Japan zu erleichtern. … mehr

Joachim Knebel
Dr. J. Knebel

Erläuterungen zum Unfall in Fukushima im „ZDF Heute Journal“ vom 25. März 2011

Unser Autor Dr. Joachim Knebel (Chief Science Officer am Karlsruher Institut für Technologie) erläutert den aktuellen Stand der Dinge im Interview im ZDF Heute Journal. Link zur ZDF Mediathek

Joachim Knebel
Dr. J. Knebel

Erläuterung weiterer Aspekte des Reaktorunfalls

von unserem Autor Dr. Joachim Knebel, Chief Science Officer am Karlsruher Institut für Technologie, im Interview beim Nachrichtensender N-TV.de (Link zu N-TV.de)

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Der Herausgeber der Energie-Fakten.de beim SPIEGEL TV Magazin

Am 28. März sendete Spiegel TV den Beitrag „Atomkraft, ja bitte! Der Irrglaube an eine saubere Kernenergie“ … zum Video (Link zu spiegeltv-magazin.de)

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wieso braucht ein Kraftwerk zur Energiegewinnung selbst Energie?

Natürlich dient ein Kraftwerk zur Erzeugung von Elektroenergie (Strom). Aber in ihm gibt es eine ganze Anzahl von Aggregaten, die ihrerseits mit Strom betrieben werden. Das gilt grundsätzlich für alle Kraftwerke, deren Kessel mit den fossilen Brennstoffen Kohle, Öl, Erdgas und Torf oder mit Müll, Klärschlamm, Biomasse (Holz, Stroh), Deponiegas oder sonstigen Gasen befeuert wird. Das Gleiche gilt für Kraftwerke, bei denen ein Kernreaktor oder konzentrierende Solarkollektoren die notwendige Wärme zur Dampferzeugung liefern (Thermische Kraftwerke). … mehr

Reaktionen

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie stark ist Japan von der Kernenergie abhängig?

Solange der dramatische Kampf um die Vermeidung eines großen Reaktorunfalls in Fukushima andauert und wir nicht wissen, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, kann man über die Zukunft der Kernenergie in Japan nichts sagen. In diesem Artikel soll die Ausgangslage vor Eintritt der Tsunami-Katastrophe geschildert werden, um das Verständnis für die Lage in Japan zu erleichtern. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie wirkt sich der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie auf die Preise und die Versorgungssicherheit beim Strom aus?

Nach dem von der Bundesregierung verhängten Moratorium sind am 17. März dieses Jahres fünf Kernkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt über 5000 MWe und einer Stromerzeugung von rund 120 GWe pro Tag vom Netz genommen worden. Zusätzlich waren die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht am Netz, so 7000 MWe nicht zur Verfügung standen. Mit den im Juni zur Energiewende erlassenen Gesetzen ist dies nun zum Dauerzustand geworden. Verstärkt wird dieser Effekt zur Zeit noch durch die regelmäßig im Sommer durchgeführten Revisionen, so dass zeitweilig auch weitere Kernkraftwerke nicht zur Verfügung stehen. … mehr
 

Schweiz

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Was sind die Folgen von Fukushima für die Schweizer Kernkraftwerke?

Das Eidgenössiche Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hat nach dem Fukushima-Unfall eine Reihe von Maßnahmen und Überprüfungen angeordnet […] Gerade in diesem Punkt zeigt sich der Unterschied zur deutschen Vorgehensweise: obwohl die ENSI Nachrüstungsbedarf sieht, verbleiben die Kernkraftwerke in Betrieb, die Nachrüstungen werden abgearbeitet. In Deutschland wurden die älteren Anlagen in einem Moratorium vom Netz genommen, obwohl die Reaktorsicherheits-Kommission keinen unmittelbaren Handlungsbedarf sah, und anschließend dauerhaft stillgelegt. … mehr
 

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Was sind die Folgen des Schweizer Atomausstiegs?

Wie wird die Schweiz zukünftig ihren Strombedarf decken?

Der Reaktorunfall in Fukushima hat auch die Energiediskussion in der Schweiz verändert. Nachdem im Jahr 2010 noch drei Gesuche zur Errichtung neuer Kernkraftwerke bei den Behörden eingereicht worden waren, soll nun der Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2034 vollzogen werden. Gemäß einer Umfrage des Schweizer Wirtschaftsdachverbands Economieswisse würden 67 % der befragten Bürger für einen Atomausstieg stimmen, und 65 % sind bereit, dafür höhere Strompreise in kauf zu nehmen. Rund die Hälfte der Befragten würden für den Ausstieg auch eine Reduzierung der Versorgungssicherheit – also vermehrte Stromausfälle – hinnehmen. … mehr

Aufarbeitung: Berichte und Studien zur Medienrezeption

Screenshot NZZ

Herbeigeschriebene Energiewende?

Gefärbte Informationen über Fukushima

„Die AKW-Katastrophe in Japan haben die Medien je nach Land recht unterschiedlich gewichtet. Die politische Einstellung prägte laut einer Studie auch die Optik.“ … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung; Titel und Texte: NZZ, 25. Sept. '12)

Auf der Webseite von Dr. Hans Mathias Kepplinger, Professor für Empirische Kommunikationsforschung am Institut für Publizistik der Universität Mainz, (kepplinger.de) finden Sie:

Aufarbeitung: Berichte zur Reaktorsicherheit

Screenshot ENSI

ENSI-Bericht zu Fukushima III: Lehren aus dem Unfall von Fukushima

„Die Analyse des Unfalls von Fukushima bestätigt: Die Schweizer Kernanlagen sind sicher. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat aber eine Vielfalt von Erkenntnissen (Lessons Learned) aus Fukushima identifiziert, die jetzt zur weiteren Optimierung der Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke genutzt werden sollen. Bis 2015 sollen alle Massnahmen umgesetzt sein, die aufgrund dieser Erkenntnisse ergriffen werden müssen.“ Text: ENSI

Link zu ensi.ch
 

Screenshot ENSI

ENSI-Bericht zu Fukushima II: Mensch und Organisation

Bericht des Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) zu Fukushima

„Die technisch unzureichende Auslegung gegen Tsunamis war unbestritten ein Schlüsselfaktor für den Unfall in den Kernanlagen von Fukushima Dai-ichi am 11. März 2011. Um die Tragweite und die Komplexität des Ereignisses zu verstehen, wurde im ENSI ein interdisziplinäres Analyseteam gebildet. Dieses umfasst beispielsweise Expertinnen und Experten aus den Bereichen Mensch & Organisation, Strahlenschutz, Elektrotechnik, Maschinentechnik, Werkstofftechnik und Systemtechnik.“ Text: ENSI

Link zu ensi.ch
 

Screenshot ENSI

ENSI-Bericht zu Fukushima I: Chronologie

Bericht des Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) zu Fukushima

„Unmittelbar nachdem am 11. März 2011 die ersten Livebilder vom Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi in alle Welt ausgestrahlt wurden, hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI eine interne Expertengruppe aus Ingenieuren, Geo- und Nuklearphysikern und Psychologen eingesetzt. Diesem interdisziplinären „Japan-Team“ wurde die Aufgabe übertragen, die Daten und Informationen zum Kernkraftwerksunfall aus Japan zu sammeln und zu analysieren, um daraus allfällige Schlüsse für die Sicherheit der Kernkraftwerksanlagen in der Schweiz zu ziehen.“ Text: ENSI

Link zu ensi.ch
 

Quellen & Links

Screenshot Energie-Fakten

Weitere Erläuterungen, FAQ, Hintergrundinformationen und Links

Hintergründe zur aktuellen Lage in den japanischen Kernkraftwerken
 

Screenshot NZZ Fukushima

Leben mit der Radioaktivität in Fukushima

Die Behörden und die Bevölkerung versuchen die Gefahr messbar und beherrschbar zu machen

„Ein halbes Jahr nach dem Reaktorunfall in Fukushima wird das Ausmass der Verstrahlung langsam fassbar. Die ausgetretene Radioaktivität ist viel geringer als in Tschernobyl. Dennoch sind viele Menschen von den Folgen der Katastrophe betroffen.“ … zum Artikel (Link zur Neuen Züricher Zeitung (NZZ) vom 14. Sept. 2011; Titel und Text: NZZ)
 

Joachim Knebel
Dr. J. Knebel
und Dr. Bernhard Kuczera, Ludger Mohrbach, Walter Tromm

Fukushima auch in Deutschland?

Der Ablauf der Katastrophe - und ob sie so auch in Deutschland passieren könnte

„Der Reaktorunfall von Fukushima war nicht nur eine Katastrophe für die Japaner, er hatte auch einschneidende Auswirkungen auf die deutsche Politik. Unter der Einwirkung der Hiobsbotschaften aus Japan beschloss der Bundestag am 30. Juni den sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022. Kein anderes Land der Welt beabsichtigt derartige Maßnahmen. Doch auf welcher wissenschaftlichen Basis beruht der Beschluss? Vier Experten für Reaktorsicherheit analysieren, wie es zur Katastrophe kam und inwiefern sich die Ereignisse von Fukushima in Deutschland wiederholen könnten.“ … zum Artikel im „Spektrum der Wissenschaft“ Link zu wissenschaft-online.de

Titel und Text: „Spektrum der Wissenschaft“; Unser Autor Dr. Joachim Knebel gab Interviews für das ZDF Heute Journal und den Nachrichtensender N-TV. Für die Energie-Fakten schrieb er zusammen mit Prof. Dr. M. Salvatores den Artikel Partitioning & Transmutation (P&T).

Beiträge eigener Autoren

Karlheinz Orth
K. Orth

Ist ein Reaktorunfall wie in Tschernobyl auch in Deutschland möglich?

Antwort: Nein! In der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 ereignete sich im Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl (in der Nähe von Kiew in der Ukraine) ein schwerer Unfall. Zum Zeitpunkt des Unfalls wurde nicht wie normal Strom erzeugt, sondern ein Experiment vorbereitet. Dies geschah in völlig ungenügender Weise. Die Betriebsmannschaft war an der Versuchsvorbereitung kaum beteiligt und insgesamt unzureichend informiert. Wichtige Sicherheitsvorschriften wurden missachtet. Es kam zu Betriebszuständen, die nach den Vorschriften nicht zulässig waren. … mehr

Karlheinz Orth
K. Orth

Welche Folgen hatte der Reaktorunfall von Tschernobyl 1986?

Bei dem Unfall wurden verhältnismässig grosse Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt und europaweit verbreitet (etwa 1/1000 der Mengen durch Atombombenversuche). 3 Menschen starben bei dem Unfall sofort, 28 weitere stark Bestrahlte in den ersten 3 Monaten und 14 weitere aus unterschiedlichen Ursachen innerhalb von 10 Jahren.
Gravierender sind die längerfristigen Wirkungen für Teile der Ukraine und Weissrusslands … mehr

Karlheinz Orth
K. Orth

Sind die deutschen Kernkraftwerke sicher?

Antwort: Ja! Die ausgezeichneten Betriebserfahrungen mit den deutschen Kernkraftwerken sind ein wichtiges Indiz für das erreichte hohe Sicherheitsniveau. Ein weiteres Indiz ist, dass der politisch erzwungene "Ausstieg" aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland nicht auf Gefährdungen und Sicherheitsmängel abgestützt, sondern nur "im Konsens" mit den Eigentümern und Betreibern dieser Anlagen herbeigeführt werden konnte mit dem Ergebnis, dass die meisten Kernkraftwerke mit Zustimmung der Bundesregierung noch viele Jahre in Betrieb bleiben werden. … mehr

Lindauer
Dr. E. Lindauer

Welche Bedeutung haben Betriebsstörungen und Störfälle in Kernkraftwerken? (Meldepflichtige Ereignisse)

Jedes Kernkraftwerk (und ebenso jede andere kerntechnische Anlage) muss einen Sicherheitsbeauftragten haben. Dieser verantwortet u. a. die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungen und die Meldungen von Ereignissen, die vom „Normalbetrieb“ abweichen, an die zuständigen Behörden. Solche Meldungen müssen unabhängig vom Gewicht der Abweichung zügig erstattet werden. Die Eilbedürftigkeit der Meldung wird in der Skala der deutschen Aufsichtsbehörden nach der (abnehmenden) Schwere der Ereignisse nach S, E und N klassifiziert mit Meldefristen zwischen sofort für S und 5 Tagen für N. … mehr

Burgherr

Dr. P. Burgherr
Burgherr

Dr. S. Hirschberg

In welchem Umfang sind im Energiebereich während der letzten 30 Jahre schwere Unfälle aufgetreten?

Eines der Kriterien für die Nachhaltigkeit von Energiesystemen ist die Risikoarmut. Sie kann anhand des Auftretens schwerer Unfälle in der Vergangenheit oder, soweit das nicht möglich ist, anhand von Modellrechnungen bemessen werden. Als „schwere Unfälle“ gelten solche, bei denen mindestens eine der folgenden Konsequenzen zu verzeichnen war: 5 Todesfälle – 10 Verletzte – 200 Evakuierte – umfassendes regionales Verbot zum Verzehr von Lebensmitteln – Freisetzung von mehr als 10.000 t Kohlenwasserstoffen – erforderliche Reinigung einer Land- oder Wasserfläche von mindestens 25 km2 – ökonomische Schäden von mindestens 5 Millionen US-Dollar. … mehr

Dr. R. Krieg
Dr. R. Krieg

Wie kann man Unfallrisiken bei der Energieerzeugung quantifizieren ? Was sind die dabei auftretenden Probleme?

All unser Handeln – auch unser Nichthandeln – ist mit Risiken verbunden. Wir können diese Risiken durch Sicherheitsvorkehrungen zwar reduzieren, aber niemals ganz eliminieren. Deshalb sind die trotz aller Bemühungen noch verbleibenden Restrisiken etwas ganz Selbstverständliches. Viele von uns haben diese grundlegende Erkenntnis verdrängt. Nur gelegentlich, wenn sich beispielsweise ein schlimmer Unfall ereignet, wird uns die Unvermeidbarkeit von Restrisiken wieder bewusst. …  mehr

Allgemein interessierende Antworten auf Fragen von Lesern

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was folgt aus dem Stress-Test für die Sicherheitsreserven der deutschen Kernkraftwerke?

Energiewende: 1. Teil

Erstmalig hat die Reaktorsicherheitskommission (RSK) sich jetzt eingehend mit Sicherheitsproblemen befasst, die zum Bereich des Restrisikos gehören, vor allem Erdbeben, Überschwemmungen, zivilisatorische Einwirkungen, insbesondere Flugzeug-Absturz, sowie Notstandssysteme und Kühlwasserversorgung. Der Unfall in Fukushima ist laut RSK nicht dem Bereich des Restrisikos zuzurechnen ist.
Diese in der Berichterstattung kaum wahrgenommene Aussage ist bedeutsam, denn sie bringt die Argumentation der Bundeskanzlerin Merkel zu Fall. Sie hatte ihre Kehrtwende in der Atompolitik damit begründet, sie habe bisher das Restrisiko in einem Hochtechnologieland für eine theoretische Gefahr gehalten … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Erläuterungen zum AKW Unfall in Fukushima (Japan)

„Mit den mir zur Zeit zugänglichen Informationen ist vieles rein sachlich schlichtweg nicht zu verstehen, daher ist es auch noch nicht gesichert zu bewerten. Ganz offensichtlich funktionieren die einfachsten Handlungen nicht. Entweder haben die Betriebsmannschaften nur alles Pech, das man sich in den schlimmsten Albträumen vorstellen kann, auf sich konzentriert, oder durch das Erdbeben und den Tsunami ist ein Umfeld geschaffen worden, in dem auch sonst völlig selbstverständliche Dinge schlichtweg nicht mehr funktionieren. … mehr
von Dr. Eike Roth (Stand 17.3.'11 - 19:30 Uhr)

Joachim Knebel
Dr. J. Knebel

Erläuterung weiterer Aspekte des Reaktorunfalls

von unserem Autor Dr. Joachim Knebel, Chief Science Officer am Karlsruher Institut für Technologie, im Interview beim Nachrichtensender N-TV.de (Link zu N-TV.de)

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Werden seit „Tschernoby“ keine neuen Kernkraftwerke (AKW) mehr gebaut?

Wo bekommt man Informationen über die Nutzung der Kernenergie im Ausland und die dort befindlichen Neubauprojekte und Planungen?

Die Energie-Fakten.de erhalten immer wieder Anfragen zu dem Themenkreis „Planung und Bau neuer Kernkraftwerke im Ausland“ und besonders zu den Daten und Fakten zu Projekten dort. Daher haben sich die Energie-Fakten entschlossen den Lesern der Webseite einige Links und Hinweise zusammenzustellen. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Sind die deutschen Kernkraftwerke gegen Flugzeugabsturz gesichert?

Die deutschen Kernkraftwerke sind gegen „Einwirkungen von außen" ausgelegt. Mit Ausnahme der Ältesten gelten für alle von ihnen die verschärften Anforderungen zur Sicherung gegen Flugzeugabstürze („Lastannahmen") von 1973. Diese gehen deutlich über das international Übliche hinaus. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wer trägt die Kosten für den Abriss der Kernkraftwerke?

Diese Kosten tragen grundsätzlich die Kraftwerksbetreiber und damit die Stromverbraucher über die Strompreise. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Sind die deutschen Kernkraftwerke gegen Flugzeugabsturz gesichert?

Die deutschen Kernkraftwerke sind gegen „Einwirkungen von außen" ausgelegt. Mit Ausnahme der Ältesten gelten für alle von ihnen die verschärften Anforderungen zur Sicherung gegen Flugzeugabstürze („Lastannahmen") von 1973. Diese gehen deutlich über das international Übliche hinaus. … mehr

Herausgegriffen

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bedeutet die „Energiewende“ für das Energiekonzept der Bundesregierung?

Die abrupte Energiewende der Bundesregierung, aber auch andere aktuelle Entwicklungen haben das Energiekonzept, das die Bundesregierung erst vor 9 Monaten vorgelegt hat, in wichtigen Teilen zur Makulatur gemacht … mehr

Aussagen anderer Fachleute

 

Tschernobyl 20 Jahre nach dem Unfall: Strahlenexposition und gesundheitliche Auswirkungen (pdf, 68 kB) Bericht des VDEW Sonderausschusses "Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz"

Hintergrundmaterial & Interessante Zeitungsberichte

A. VossProf. Dr.-Ing. A. Voß

Wege der Energiewirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Aus dem Inhalt: Bestandsaufnahme der Energieversorgung Deutschlands, CO2-Emissionen und Klimaschutz, Energiepreise, CO2-Vermeidungskosten, Nachhaltige Versorgung – Was ist das?, Stromerzeugungssysteme auf dem Prüfstand, Rohstoff- und Materialaufwand, Externe Kosten, Vollkosten, Szenarien der Entwicklung, durchschnittliche Stromkosten … zur Präsentation des Vortrags (pdf, rd. 2,5 MB) vom 14. Mai 2011.

Eike Roth
Dr. E. Roth

Deutschlands Energiewende – Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft

Kommentare zum Abschlussbericht der Ethik-Komission „Sichere Energieversorgung“ der Bunderegierung

Der Autor Dr. Eike Roth kommentierte den rund 60-seitigen Bericht für die Energie-Fakten.de. Sie können das Dokument als Hintergrundmaterial im Format docx hier (rd. 150 kB) herunterladen.

 

Dr. R. Krieg
Dr. R. Krieg

War die friedliche Nutzung der Kernenergie ein Irrweg?

Von den Anfängen bis zu den überhasteten Ausstiegsbemühungen in Deutschland.

Die öffentliche Meinung zur Kernenergie unterlag in Deutschland einem starken Wandel. Nach einer anfänglich breiten Zustimmung nahmen über die Jahre Kritik und Ablehnung immer mehr zu. An dem Nutzen und den Risiken der Kernenergie hat sich dagegen wenig geändert. Sie kann unsere Abhängigkeit von den fossilen Energien mildern und damit dem Rohstoffverbrauch und einer Klimakatastrophe entgegenwirken. …  mehr (pdf, rd. 30 kB)

Eike Roth
Dr. E. Roth

Fukushima und was wir daraus lernen können

Versuch einer Bewertung nach 80 Tagen

Als Tschernobyl passierte, hat man noch argumentieren können, dass das in einem Land mit völlig anderen Randbedingungen geschehen ist, so etwas war einfach kein Maßstab für das, was hierzulande bei unseren Kernkraftwerken passieren kann. Aber Fukushima hat sich in Japan ereignet, in einem hochtechnisierten Industrieland mit demokratischer Gesellschaftsstruktur und hoher Sicherheitskultur, das ist neu. In Fukushima hat sich schmerzhaft das „Restrisiko“ eines Kernkraftwerkes realisiert. Im 12-seitigen Hintergrundmaterial zieht Dr. Roth eine Zwischenbilanz. … mehr (pdf, rd. 200 kB)

 

Frankreich überdenkt die Sicherheit seiner AKW (Link zur Neuen Züricher Zeitung vom 7. April 2011)
Trotz der Katastrophe von Fukushima geniesst die Kernenergie weiterhin breite Akzeptanz

ILK-Stellungnahme zu den Auswirkungen des Unfalls von Tschernoby – Eine Bestandsaufnahme nach 20 Jahren (pdf, 333 kB)

Tschernoby 20 Jahre nach dem Unfall: Strahlenexposition und gesundheitliche Auswirkungen (pdf, 68 kB) Bericht des VDEW Sonderausschusses "Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz"

Chernobyl Assessment of Radiological and Health Impacts 2002 Update of Chernobyl: Ten Years On (pdf, rd. 1 MB), eine Studie der NEA/OECD

Environmental Consequences of the Chernobyl Accident and Their Remediation: Twenty Years of Experience (pdf, 6,2 MB, Link zur IAEO)

Zur Sicherheits- und Umweltphilosophie energietechnischer Anlagen (pdf, 150 kB)

Hintergrundmaterial zur Flugzeugabsturzsicherheit von Kernkraftwerken (pdf, 750 kB)