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Kernenergie - Kosten

Folgende Artikel und Fragen (FAQ) haben wir zum Thema "Kernenergie - Kosten" veröffentlicht. Wir haben sie unterteilt in die Bereiche

Ferner finden Sie

Informationen zum Reaktorunfall von Tschernobyl finden Sie auf der Seite "Kernenergie -> Tschernobyl".

Eigene Beiträge

Übergeordnetes

Guenther Zybell
Dipl.-Ing.
G. Zybell

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wie setzen sich die Strompreise zusammen? (Stand 2006)

Von dem, was die Haushalte für ihren Stromverbrauch bezahlen, entfallen etwas mehr als 20 Prozent auf die Erzeugung der elektrischen Energie und fast 40 Prozent auf den Transport von den Kraftwerken und Windparks zu den Verbrauchszentren sowie auf die Verteilung vor Ort. Dieser Anteil ist so hoch, weil sich elektrische Energie nur über  ständig erforderliche Leitungen transportieren lässt und weil vor allem die örtliche Verteilung über das Niederspannungsnetz (meistens Erdkabel) sehr teuer ist. Rund 40 Prozent ihrer Stromkosten müssen derzeit die Haushalte für Stromsteuer, gesetzliche Aufschläge, Abgaben und Mehrwertsteuer aufwenden. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Inwieweit ist die – momentane – Stromerzeugung der unterschiedlichen Kraftwerke, insbesondere die der Regenerativ-Kraftwerke, den typischen Lastbereichen des Strombedarfs zuordenbar (Strommanagement)?

Die in Deutschland derzeit noch immer vorhandene hohe Versorgungssicherheit mit Elektrizität – „Rund um die Uhr“ – ist nur durch eine ständige und genaue Gleichheit zwischen Stromerzeugung und Strombedarf möglich. Dieses Gleichgewicht verlangt
eine Steuerung der Leistung der Kraftwerke entsprechend dem zu erwartenden momentanen Strombedarf. Es setzt einen erheblichen technischen und organisatorischen Aufwand voraus. Diese Aufgabe organisieren die sog. Lastverteiler, als Teil der Netzbetreiber der bedeutenden Stromversorgungs-Unternehmen. Die Kompliziertheit dieses Systems ist weder bei der Gasversorgung noch bei der Wasserversorgung vorhanden bzw. notwendig. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Was ist und was bringt die Ökosteuer?

Ökosteuern sollen nicht so sehr Geld einbringen, als vielmehr zum sparsamen Umgang mit der besteuerten Ressource, z. B. Energie, veranlassen („Lenkungswirkung”). Das funktioniert insbesondere bei solchen Gütern, die nicht als lebensnotwendig angesehen werden, und solchen, die sich ersetzen lassen. … mehr

Dr. HerrmannDr. D. Herrmann

Welche Auswirkungen hat eine weltweite Verteuerung von Rohstoffen auf die künftige Entwicklung der Energieversorgung?

Zwischen Mitte 2003 und Frühjahr 2004 sind die Preise vieler nicht-energetischer Rohstoffe auf den Weltmärkten sprunghaft angestiegen. Rohstoffpreise waren plötzlich ein öffentliches Thema. Vor allem von China mit seiner boomenden Wirtschaft wurde berichtet, dass es im großen Stil einkauft. Inzwischen hat sich dieser Preisauftrieb etwas verlangsamt. Seinen Platz im öffentlichen Bewusstsein hat die noch stärker spürbare Verteuerung von Erdöl und Erdgas eingenommen. Dennoch bleibt die Frage, ob nicht ein Zusammenhang zwischen beidem besteht, und wie es weiter geht, sowohl mit den Rohstoff- als auch den Energiepreisen? … mehr Veröffentlicht: 20. Oktober 2005

Rainer Friedrich
Prof. Dr.-Ing. habil.
R. Friedrich

Wie hoch sind die "externen Kosten" der verschiedenen Energie-Techniken bei der Stromerzeugung?

Die Stromerzeugung verursacht Risiken für die menschliche Gesundheit und Schäden an Pflanzen, Ökosystemen und Materialien. Diese unerwünschten, sogenannten externen Effekte sollten bei Vergleichen und Entscheidungen auf konsistente Weise mit berücksichtigt werden. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wer trägt die Kosten für den Abriss der Kernkraftwerke?

Diese Kosten tragen grundsätzlich die Kraftwerksbetreiber und damit die Stromverbraucher über die Strompreise. … mehr

Klaus Tägder
Dr. K. Tägder

Welche Folgekosten hat die Kernenergie, und inwieweit wird durch Rückstellungen dafür vorgesorgt?

Aufwendungen für die nukleare Entsorgung einer kerntechnischen Anlage treten bei zeitintensiven Entsorgungsvorgängen zum Teil erheblich nach dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verursachung (z. B. Endlagerung abgebrannter Brennelemente) und im Fall der Stilllegung (Abriss) nach Beendigung des Anlagenbetriebes auf. Die Betreiber kerntechnischer Anlagen wurden daher atomrechtlich verpflichtet, finanzielle Vorsorge für sämtliche künftigen Entsorgungsverpflichtungen bis hin zur Stilllegung der Anlage in Form von Rückstellungen zu treffen. … mehr

Brennstoffkosten

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wieviel gibt der Betreiber eines Kernkraftwerks jährlich für die Entsorgung aus?

Ein großes Kernkraftwerk (also nicht das kleine Kraftwerk Stade) erzeugt im Jahr durchschnittlich 11 (elf) Milliarden Kilowattstunden Strom. Dabei entstehen (einschließlich Verpackung) rd. 60 Kubikmeter hochaktiver Abfall. Das entspricht dem Inhalt (Volumen) eines Würfels von knapp 4 (vier) Meter Kantenlänge. Dazu kommen mittel- und leichtaktiven Abfälle, die keine Wärme abstrahlen und entsprechend unproblematisch sind, z. B. verbrauchte Filter, Waschwasser und Ähnliches. Die Kosten beziffert der Autor am Ende des Textes. … mehr

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Wie verhalten sich Investitions-, Betriebs- und Brennstoffkosten bei unterschiedlichen Systemen zur Stromerzeugung?

Wie lassen sich die Kosten der elektrischen Energieerzeugung für Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke aufschlüsseln? […] Gas-Kraftwerke oder Gas- und Dampfturbinen-Anlagen haben geringere Investitionskosten als z. B. Kernkraftwerke. Schon anhand der Bauzeit ist zu erahnen, wie stark die Unterschiede sind: Gaskraftwerke können binnen 2 Jahren errichtet werden. Für Kernkraftwerke ist eine Bauzeit von mehr als 6 oder mehr Jahren die Regel. … zum Artikel

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Die Renaissance der Kernenergie

Die Kernenergie erlebt einen neuen Frühling. Andere sprechen von einer Renaissance der Kernenergie. Soweit man das heute beurteilen kann, gibt es dafür drei Gründe: die Klimapolitik, die wachsende Nachfrage nach Energie und der hohe Ölpreis. … mehr (pdf, 88 kB).

 

Zur Kostenstruktur unterschiedlicher Kraftwerke und Stromkosten im allgemeinen siehe auch Seite "Übergeordnetes -> Energiekosten und -preise"

Zukunft der Kernenerige

M. Zink
M. Zink

Können sich Kernenergie und Regenerative Energien ergänzen?

Im weltweiten Vergleich kann man Deutschland durchaus als Vorreiter in Sachen Klimaschutz bezeichnen. Wie kaum in einem anderen Land wird so stark auf den Ausbau der regenerativen Energieträger für die Stromerzeugung gesetzt. Auch die Gesetzgebung nimmt auf die Entwicklung der „Regenerativen“ Einfluss. Das am 01. April 2000 in Kraft getretene „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) löste das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 ab und regelt die Einspeisevergütungen für die Erzeuger aus regenerativen Energiequellen und verpflichtet die Netzbetreiber, die eingespeiste Energie auch abzunehmen. … mehr

Markus Zink
M. Zink

Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke –
Wie lange können Kernkraftwerke sicher betrieben werden?

Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke ist der so genannte „Atomkonsens“. Durch diese Vereinbarung wurden die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke limitiert, indem die noch zu produzierenden Strommengen festgesetzt wurden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die deutschen Kernkraftwerke nicht auch über diese vereinbarte Restlaufzeit hinaus sicher betrieben werden könnten. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bringt das Energie-Konzept der Bundesregierung?

  • Bemerkenswert ist, dass die Regierung unter Bundeskanzlerin Merkel anders als die Regierungen der letzten 20 Jahre überhaupt ein Energiekonzept vorgelegt hat.
  • Das Grundmuster des Energie-Konzepts ist eindeutig „grün“. Zum ersten Mal gibt eine Bundesregierung dem Klimaschutz höchste Priorität und erklärt die Absicht, die deutsche Energieversorgung auf eine völlig neue Grundlage zu stellen, denn 2050 sollen rund 80 % des Stroms und 50 % der gesamten Energie aus regenerativen Quellen stammen. … mehr
Linkohr
Dr. R. Linkohr

Die Renaissance der Kernenergie

Die Kernenergie erlebt einen neuen Frühling. Andere sprechen von einer Renaissance der Kernenergie. Soweit man das heute beurteilen kann, gibt es dafür drei Gründe: die Klimapolitik, die wachsende Nachfrage nach Energie und der hohe Ölpreis. … mehr (pdf, 88 kB).

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Brückentechnologie Kernenergie

Wie verändert die globale Finanz- und Wirtschaftskrise das Bild von der Kernenergie als „Brückentechnologie“?

Eine Brücke muss sicher von einem zum anderen Ufer führen! Das gilt im übertragenen Sinne auch für „Brückentechnologien“ der Energieversorgung. Dabei ist das eine „Ufer“ immer die reale Ausgangssituation, das andere die gesicherte Deckung künftigen Bedarfs. Letztendliches Ziel ist eine nachhaltige globale Energieversorgung, die im Prinzip in der Lage ist, jeden objektiv begründeten künftigen Bedarf hinreichend sicher, zuverlässig, umwelterhaltend sowie möglichst wirtschaftlich zu decken. Sinnvoll miteinander kombiniert, werden unterschiedliche „Brücken“ der gesamten Menschheit den Übergang dorthin ermöglichen. … mehr

Dr. HerrmannDr. D. Herrmann

Spielen die hohen Rohstoffpreise überhaupt noch eine Rolle für die Entwicklung der Energieversorgung, wo sich doch heute alles um den Klimaschutz dreht?

dieser Widerspruch besteht nur scheinbar. In Wirklichkeit handelt es sich um unterschiedliche Seiten ein und derselben Medaille, nämlich den unabdingbaren Übergang zu neuen Dimensionen und Formen der Nutzung sowie des Schutzes der Natur. … mehr
Veröffentlicht: 13. Dezember 2007

  Weitere Materialien zu diesen Fragestellungen siehe Hintergrundmaterial

Forschungsförderung

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wie wurden die verschiedenen Energietechniken staatlich gefördert?

Seit Mitte der 1960er Jahre sind Techniken der Gewinnung und Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, geringfügig auch Öl und Gas), der Kernenergie und der Regenerativen Energien sowie der Energieeinsparung und der Fernwärme, bes. aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), in Deutschland vom Staat gefördert worden, in erster Linie vom Bund, aber auch von den Ländern und einer Anzahl von Kommunen. Ferner haben deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen erhebliche Mittel von der EU erhalten. … mehr

Screenshot atw

Forschungsförderung Kernenergie 1956 bis 2010: Anschubfinanzierung oder Subvention?

„In der öffentlichen Diskussion über den Einsatz und den Nutzen der Kernkraftwerke wird immer wieder behauptet, die Kernenergie habe bis heute öffentliche Subventionen erhalten. Nur deshalb sei Strom aus Kernkraftwerken wirtschaftlich. Diese Aussage ist falsch. Verschiedene Bundesregierungen, auch die einer Förderung der Kernenergie unverdächtige ehemalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder und Vizekanzler Joschka Fischer in 2002, haben dies unmissverständlich erklärt.“ … zum Artikel (Link zu kernenergie.de, pdf, rd. 830 kB) Quelle: atomwirtschaft, 08/09-2011 (Dieser Artikel wurde in der Rubrik Aussagen anderer Fachleute veröffentlicht. Titel & Text: atomwirtschaft & Autoren)

 

Forschungsförderung Kernenergie 1956 bis 2002 - Anschubfinanzierung oder Subvention

… zum Artikel (pdf, 200 kB; Quelle: atomwirtschaft, 01-2004) (Dieser Artikel wurde in der Rubrik Aussagen anderer Fachleute veröffentlicht.)

Kosten der Entsorgung

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wer trägt die Kosten für den Abriss der Kernkraftwerke?

Diese Kosten tragen grundsätzlich die Kraftwerksbetreiber und damit die Stromverbraucher über die Strompreise. … mehr

Klaus Tägder
Dr. K. Tägder

Welche Folgekosten hat die Kernenergie, und inwieweit wird durch Rückstellungen dafür vorgesorgt?

Aufwendungen für die nukleare Entsorgung einer kerntechnischen Anlage treten bei zeitintensiven Entsorgungsvorgängen zum Teil erheblich nach dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verursachung (z. B. Endlagerung abgebrannter Brennelemente) und im Fall der Stilllegung (Abriss) nach Beendigung des Anlagenbetriebes auf. Die Betreiber kerntechnischer Anlagen wurden daher atomrechtlich verpflichtet, finanzielle Vorsorge für sämtliche künftigen Entsorgungsverpflichtungen bis hin zur Stilllegung der Anlage in Form von Rückstellungen zu treffen. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wieviel gibt der Betreiber eines Kernkraftwerks jährlich für die Entsorgung aus?

Ein großes Kernkraftwerk (also nicht das kleine Kraftwerk Stade) erzeugt im Jahr durchschnittlich 11 (elf) Milliarden Kilowattstunden Strom. Dabei entstehen (einschließlich Verpackung) rd. 60 Kubikmeter hochaktiver Abfall. Das entspricht dem Inhalt (Volumen) eines Würfels von knapp 4 (vier) Meter Kantenlänge. Dazu kommen mittel- und leichtaktiven Abfälle, die keine Wärme abstrahlen und entsprechend unproblematisch sind, z. B. verbrauchte Filter, Waschwasser und Ähnliches. Die Kosten beziffert der Autor am Ende des Textes. … mehr

Allgemein interessierende Antworten auf Fragen von Lesern

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie wirkt sich der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie auf die Preise und die Versorgungssicherheit beim Strom aus?

Nach dem von der Bundesregierung verhängten Moratorium sind am 17. März dieses Jahres fünf Kernkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt über 5000 MWe und einer Stromerzeugung von rund 120 GWe pro Tag vom Netz genommen worden. Zusätzlich waren die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht am Netz, so 7000 MWe nicht zur Verfügung standen. Mit den im Juni zur Energiewende erlassenen Gesetzen ist dies nun zum Dauerzustand geworden. Verstärkt wird dieser Effekt zur Zeit noch durch die regelmäßig im Sommer durchgeführten Revisionen, so dass zeitweilig auch weitere Kernkraftwerke nicht zur Verfügung stehen. … mehr
 

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was folgt aus dem Stress-Test für die Sicherheitsreserven der deutschen Kernkraftwerke?

Energiewende: 1. Teil

Erstmalig hat die Reaktorsicherheitskommission (RSK) sich jetzt eingehend mit Sicherheitsproblemen befasst, die zum Bereich des Restrisikos gehören, vor allem Erdbeben, Überschwemmungen, zivilisatorische Einwirkungen, insbesondere Flugzeug-Absturz, sowie Notstandssysteme und Kühlwasserversorgung. Der Unfall in Fukushima ist laut RSK nicht dem Bereich des Restrisikos zuzurechnen ist.
Diese in der Berichterstattung kaum wahrgenommene Aussage ist bedeutsam, denn sie bringt die Argumentation der Bundeskanzlerin Merkel zu Fall. Sie hatte ihre Kehrtwende in der Atompolitik damit begründet, sie habe bisher das Restrisiko in einem Hochtechnologieland für eine theoretische Gefahr gehalten … mehr

Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Ist die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ein Vertragsbruch?

Mit Hinweis auf zahlreiche Berichte und Wertungen in manchen Medien hat ein Energie-Fakten-Leser gefragt, ob denn die großen deutschen Elektrizitätsversorgungsunternehmen durch Abschluss der Vereinbarung mit der Bundesregierung über die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke vertragsbrüchig geworden seien. Schließlich hätten sie ja im Jahr 2000 einen Vertrag über die Verkürzung der Laufzeit unterzeichnet.

Die Frage möchte ich unter drei Gesichtspunkten beantworten: Formal/juristischen, speziell handelsrechtlich und ethisch/moralisch. … mehr

Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Sind die Stadtwerke die großen Verlierer der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke?

In der energiepolitischen Diskussion des Jahres 2010 wird häufig behauptet, die Stadtwerke seien die großen Verlierer der Einigung der Bundesregierung mit den großen Energieversorgern über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. Kommunale Anlagen auf der Basis erneuerbarer Energien würden nun nicht mehr ausreichend ausgelastet werden können und die Stadtwerke würden auf ihren Investitionen sitzen bleiben, die sie im Vertrauen auf die bisherige Gesetzeslage getätigt hätten. Außerdem würde die Laufzeitverlängerung mehr Wettbewerb im Strommarkt verhindern, zum Nachteil aller Verbraucher. Mehrere Energie-Fakten-Leser haben mich um meine Meinung hierzu gefragt. Die ist eindeutig: Die Vorwürfe sind unbegründet. … mehr

Aussagen anderer Fachleute

D.  Duerr
Dietmar Dürr

Effekte einer Laufzeitverlängerung – Positionen & Argumente in der Debatte

Die Debatte um die Laufzeitverlängerung beherrscht die politische Diskussion. In den letzten Monaten wurden eine Reihe von Gutachten zu den Folgen einer Revision vorgelegt: BET und enervis/BBH befürchten strukturelle Wettbewerbseffekte zu Lasten der Stadtwerke und optieren für eine vorzeitige Stillegung von Kohlekraftwerken. Eine 8KU-Studie präferiert eine Kernenergieeinspeisegebühr; der VIK fordert einen Strommengenfonds für die energieintensiven Industrien. Weitere Gutachten beschäftigen sich mit den Preissenkungseffekten (r2b/EEFA) sowie der Frage der Systemkonkurrenz zwischen Erneuerbaren Energien und Kernkraft (IER, IWES). … mehr

Beiträge in denen die Kosten der Kernenergie am Rande behandelt wird

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie erzeugt man am Besten Strom?

Zur Beantwortung muss zunächst die Frage verdeutlicht werden: Mit "am Besten" kann - unter anderem - gemeint sein: am Billigsten, am Sichersten, am Meisten, am Bequemsten. Der Artikel beantwortet die Frage in jedem Fall auf große Mengen Stroms bezogen. … mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Hat der Hochtemperaturreaktor Chancen?

Gute Gründe und sich weltweit mehrende Anzeichen sprechen dafür, dass Kernenergie insgesamt große Zukunftschancen hat, darunter auch der Hochtemperaturreaktor (HTR). Dieser weist einzigartige Eigenschaften auf, die ihn für bestimmte Zwecke besonders geeignet erscheinen lassen. Insbesondere kann er durch den Einsatz des Edelgases Helium als Kühlmittel, die konsequente Verwendung nichtmetallischer (keramischer) Materialien im Reaktorkern (der Spaltzone) sowie eine relativ geringe Leistungsdichte (Kilowatt je Liter Spaltzonenvolumen) deutlich höhere Kühlmittel-Austrittstemperaturen erreichen als andere Reaktortypen. … mehr

Hintergrundmaterial

A. VossProf. Dr.-Ing. A. Voß

Wege der Energiewirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Aus dem Inhalt: Bestandsaufnahme der Energieversorgung Deutschlands, CO2-Emissionen und Klimaschutz, Energiepreise, CO2-Vermeidungskosten, Nachhaltige Versorgung – Was ist das?, Stromerzeugungssysteme auf dem Prüfstand, Rohstoff- und Materialaufwand, Externe Kosten, Vollkosten, Szenarien der Entwicklung, durchschnittliche Stromkosten … zur Präsentation des Vortrags (pdf, rd. 2,5 MB) vom Mai 2011.

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB, 2010; Link zu vgb.org)

Energiespiegel COver

Nachhaltige Elektrizität: Wunschdenken oder bald Realität?

Energiespiegel – eine Publikations des Paul-Scherrer-Instituts (PSI, Villigen, CH Sommer 2010). Aus der Ankndigung der Publikation:

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Kaum ein Begriff wird so oft gebraucht wie auch missbraucht. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung ist wohl unbestritten, aber was bedeutet das konkret im Energie- und Stromsektor? Kann die Nachhaltigkeit von Energiesystemen objektiv gemessen werden? Welche Technologien schneiden dabei gut ab? Die jüngste Forschung am PSI zeigt, dass es derzeit keine optimale Lösung gibt und dass es darauf ankommt, wo wir unsere Prioritäten setzen. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des PSI Energie-Spiegels.“ … mehr (pdf, rd. 2 MB, Link zum PSI)

COver Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

 

Investitionen im liberalisierten Energiemarkt: Optionen, Marktmechanismen, Rahmenbedingungen

Download der Kurzfassung (pdf, 130 kB, Link zum Bremer Energie Institut)
Download der Langfassung (pdf, 6 MB, Link zur VDEW)

 

Come Back der Kernenergie: Multilateral unter amerikanischer Führung ? (Vortrag bei der "Generation IV International Forum for Advanced Nuclear Technology (GIF)" PDF, 76 kB)

Kernkraftwerke der vierten Generation: amerikanische Initiative im Kontext internationaler Politik ( PDF, 492 kB)

Multilaterale energietechnische Zusammenarbeit
(Verbindung zum G8-Aktionsplan für Klima, Energie und nachhaltige Entwicklung) ( PDF, 80 kB)

Atoms for Peace after 50 Years ( PDF, 100 kB)

Kosten und Reichweite des Urans, Editorial der atomwirtschaft, 2/2005 (PDF, 1 MB)

Links

Screenshot Handelsblatt

AKW-Abriss kostet mehr als 18 Milliarden Euro

Während die großen deutschen Energieversorger für den Abriss ihrer Meiler Milliarden zahlen müssen, dürfen Nukleardienstleister auf gute Geschäfte hoffen.

„Der Rückbau der deutschen Atomkraftwerke wird für die Betreiber Eon, RWE, EnBW und Vattenfall teuer. Die Unternehmen müssen mit Kosten von mindestens 18 Milliarden Euro rechnen, bis die 17 vom Ausstiegsbeschluss betroffenen Kernkraftwerke abgerissen und entsorgt sind, wie die Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) in einer aktuellen Studie analysiert.“ … zum Artikel im Handelsblatt (Titel und Text: Handelsblatt)
 

Klaus Theißing

Die Kosten von Frankreichs Atomstrom

Die Nuklearbranche mit offenen und verdeckten Subventionen

„Frankreichs Stromversorgung hängt zu etwa drei Vierteln von den zahlreichen Kernkraftwerken ab. Die Energiepreise für die Endkunden sind im europäischen Vergleich billig. Doch die Preise spiegeln bei weitem nicht die Kosten wider.“ (Text: Nue Zürcher Zeitung) … Link zur Neuen Zürcher Zeitung