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Kernenergie - Umweltauswirkungen

Folgende Artikel, Fragen (FAQ) und Links haben wir zum Thema "Kernenergie - Umweltauswirkungen" veröffentlicht. Wir haben sie unterteilt in die Bereiche

Ferner finden Sie

Informationen zu den Umweltauswirkungen des Reaktorunfalls von Tschernobyl finden Sie auf der Seite "Kernenergie -> Tschernobyl".

Eigene Beiträge

Allgemein

Mackenthun
Dr. G. Mackenthun

Wie groß sind die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der unterschiedlichen Stromerzeugungsarten im Vergleich?

Kernenergie gilt den meisten Bundesbürgern als gefährlich. Sie vergessen dabei, dass auch die Nutzung anderer Energieträger wie Kohle, Öl und Gas ihre Gesundheits- und Unfallrisiken haben. Im Beitrag werden die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der einzelnen Stromerzeugungsarten miteinander verglichen. … mehr
siehe auch Hintergrundmaterial dazu: Lebenszyklusanalyse fossiler, nuklearer und regenerativer Stromerzeugungstechniken,
Link zum Online Publikationsverbund Universität Stuttgart (OPUS); Dissertation, 2002
Ökobilanz in der der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), Stickoxiden (NOx) und Schwefeldioxid (SO2) verschiedener Systeme zur Erzeugung elektrischer Energie vergleichen wird.

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Welche Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub entstehen bei den verschiedenen Energiesystemen?

Bei der Verbrennung von Kohlen und Erdölprodukten sowie Erdgas entstehen – neben dem klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) – als wichtigste Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Deren Menge bzw. Anteile am Rauchgas hängt ab von der Zusammensetzung des Brennstoffs, der Verbrennungstechnik und dem Aufwand bei der Rauchgasreinigung. … mehr
Eine Übersicht (und weitere Diagramme) von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich in der PowerPoint Präsentation
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)

M. Zink
M. Zink

Können sich Kernenergie und Regenerative Energien ergänzen?

Im weltweiten Vergleich kann man Deutschland durchaus als Vorreiter in Sachen Klimaschutz bezeichnen. Wie kaum in einem anderen Land wird so stark auf den Ausbau der regenerativen Energieträger für die Stromerzeugung gesetzt. Auch die Gesetzgebung nimmt auf die Entwicklung der „Regenerativen“ Einfluss. Das am 01. April 2000 in Kraft getretene „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) löste das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 ab und regelt die Einspeisevergütungen für die Erzeuger aus regenerativen Energiequellen und verpflichtet die Netzbetreiber, die eingespeiste Energie auch abzunehmen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Umweltprobleme der Energieversorgung sind die wichtigsten?

Ohne Energiezufuhr gibt es kein Leben. Und wenn viele Menschen „gut“ leben wollen, brauchen sie viel Energie. Unsere Energieversorgung beeinflusst aber unvermeidbar auch unsere Umwelt. Wie und wie sehr, hängt von der Art der Energieversorgung ab. Sind diese Einflüsse zu groß, sprechen wir von Umweltproblemen. Der Artikel listet fünf wesentliche Umweltprobleme. … mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Brückentechnologie Kernenergie

Wie verändert die globale Finanz- und Wirtschaftskrise das Bild von der Kernenergie als „Brückentechnologie“?

Eine Brücke muss sicher von einem zum anderen Ufer führen! Das gilt im übertragenen Sinne auch für „Brückentechnologien“ der Energieversorgung. Dabei ist das eine „Ufer“ immer die reale Ausgangssituation, das andere die gesicherte Deckung künftigen Bedarfs. Letztendliches Ziel ist eine nachhaltige globale Energieversorgung, die im Prinzip in der Lage ist, jeden objektiv begründeten künftigen Bedarf hinreichend sicher, zuverlässig, umwelterhaltend sowie möglichst wirtschaftlich zu decken. Sinnvoll miteinander kombiniert, werden unterschiedliche „Brücken“ der gesamten Menschheit den Übergang dorthin ermöglichen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie erzeugt man am Besten Strom?

Zur Beantwortung muss zunächst die Frage verdeutlicht werden: Mit "am Besten" kann - unter anderem - gemeint sein: am Billigsten, am Sichersten, am Meisten, am Bequemsten. Der Artikel beantwortet die Frage in jedem Fall auf große Mengen Stroms bezogen. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welchen Beitrag zur Energieversorgung und zum Umweltschutz haben Kernkraftwerke in Deutschland bisher geleistet?

Die Diskussion über die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung wird seit Jahren durch den aus politisch-ideologischen Gründen durchgesetzten „Ausstieg“ (vorzeitige Stilllegung der vorhandenen Kernkraftwerke) beherrscht. Vielen Bürgern scheint dieser Weg ohne große nachteilige Konsequenzen zu sein vor allem auch, weil es angeblich Alternativen gibt. Der Neubau anderer Kraftwerke wird als relativ problemlos beurteilt. Über die generellen Schwierigkeiten wird hinweg gegangen. … mehr

Rainer Friedrich
Prof. Dr.-Ing. habil.
R. Friedrich

Wie hoch sind die "externen Kosten" der verschiedenen Energie-Techniken bei der Stromerzeugung?

Die Stromerzeugung verursacht Risiken für die menschliche Gesundheit und Schäden an Pflanzen, Ökosystemen und Materialien. Diese unerwünschten, sogenannten externen Effekte sollten bei Vergleichen und Entscheidungen auf konsistente Weise mit berücksichtigt werden. … mehr

Karlheinz Orth
K. Orth

Sind die deutschen Kernkraftwerke sicher?

Antwort: Ja! Die ausgezeichneten Betriebserfahrungen mit den deutschen Kernkraftwerken sind ein wichtiges Indiz für das erreichte hohe Sicherheitsniveau. Ein weiteres Indiz ist, dass der politisch erzwungene "Ausstieg" aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland nicht auf Gefährdungen und Sicherheitsmängel abgestützt, sondern nur "im Konsens" mit den Eigentümern und Betreibern dieser Anlagen herbeigeführt werden konnte mit dem Ergebnis, dass die meisten Kernkraftwerke mit Zustimmung der Bundesregierung noch viele Jahre in Betrieb bleiben werden. … mehr

M. Zink
M. Zink

Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke –
Wie lange können Kernkraftwerke sicher betrieben werden?

Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke ist der so genannte „Atomkonsens“. Durch diese Vereinbarung wurden die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke limitiert, indem die noch zu produzierenden Strommengen festgesetzt wurden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die deutschen Kernkraftwerke nicht auch über diese vereinbarte Restlaufzeit hinaus sicher betrieben werden könnten. … mehr

Schilling
Prof. Dr. H.-D.
Schilling

Welche Bedeutung hat die Kernenergie für die Welt ?

6 Milliarden (Mrd.) Menschen leben heute auf der Erde. Jeder von ihnen verbraucht im Durchschnitt jährlich die 2 Tonnen (t) Steinkohle entsprechende Energiemenge, in den Entwicklungsländern meist sehr viel weniger, in den Industrieländern mehr. Die Weltbevölkerung wächst weiter. 2050 werden 9 Mrd. Menschen erwartet. Heute decken Kohle, Erdöl und Erdgas fast 90 % des Welt-Energiebedarfs. Anteil und Menge dieser fossilen Energieträger müssen wegen der Begrenztheit der Vorräte und zum Klimaschutz bis 2050 drastisch gesenkt werden. Energiesparen, höhere Nutzungsgrade und Substitution durch Regenerative Energien reichen dafür nicht aus.  … mehr

Burgherr
Dr. P. Burgherr
Hirschberg
Dr. S. Hirschberg

In welchem Umfang sind im Energiebereich während der letzten 30 Jahre schwere Unfälle aufgetreten?

Eines der Kriterien für die Nachhaltigkeit von Energiesystemen ist die Risikoarmut. Sie kann anhand des Auftretens schwerer Unfälle in der Vergangenheit oder, soweit das nicht möglich ist, anhand von Modellrechnungen bemessen werden. Als „schwere Unfälle“ gelten solche, bei denen mindestens eine der folgenden Konsequenzen zu verzeichnen war: 5 Todesfälle – 10 Verletzte – 200 Evakuierte – umfassendes regionales Verbot zum Verzehr von Lebensmitteln – Freisetzung von mehr als 10.000 t Kohlenwasserstoffen – erforderliche Reinigung einer Land- oder Wasserfläche von mindestens 25 km2 – ökonomische Schäden von mindestens 5 Millionen US-Dollar. … mehr

Dr. R. Krieg
Dr. R. Krieg

Wie kann man Unfallrisiken bei der Energieerzeugung quantifizieren ? Was sind die dabei auftretenden Probleme?

All unser Handeln – auch unser Nichthandeln – ist mit Risiken verbunden. Wir können diese Risiken durch Sicherheitsvorkehrungen zwar reduzieren, aber niemals ganz eliminieren. Deshalb sind die trotz aller Bemühungen noch verbleibenden Restrisiken etwas ganz Selbstverständliches. Viele von uns haben diese grundlegende Erkenntnis verdrängt. Nur gelegentlich, wenn sich beispielsweise ein schlimmer Unfall ereignet, wird uns die Unvermeidbarkeit von Restrisiken wieder bewusst. …  mehr

 

Flexibilität von Kernkraftwerken

Sind Kernkraftwerke unflexibel, da sie praktisch nicht regelbar und dadurch zu behäbig, um schnell auf wechselnde Bedingungen im Stromnetz zu reagieren? Können sie daher nicht zusammen mit regenerativer Energieerzeugung in einem Netz betrieben werden? Siehe Aussagen anderer Fachleute sowie Hintergrundmaterial.

Endlagerung

Dr. R. Krieg
Dr. R. Krieg

Wie viel zusätzlicher Atommüll entsteht, wenn die Kernkraftwerke länger laufen als in der Kernenergie-Ausstiegsvereinbarung festgelegt?

Die zur Zeit (Anfang 2010) in Deutschland betriebenen 17 Kernkraftwerke erzeugen pro Jahr 140 bis 150 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom. Dabei fallen etwa 800 Kubikmeter hochaktive, d. h. Wärme entwickelnde Abfälle an. Die notwendige Verpackung ist in dieser Zahl schon berücksichtigt. Dieses Volumen entspricht einem Würfel mit 9 bis 10 Meter Kantenlänge; das ist das Volumen eines geräumigen Einfamilienhauses. …  mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Standortauswahl für ein nukleares Endlager

Die Endlagerung nuklearer Abfälle wird vielfach als die Schlüsselfrage für die Akzeptanz der Kernenergie angesehen. Sachlich ist dabei zwischen schwachaktiven und hochaktiven Abfällen zu unterscheiden. Erstere machen weit über 90 % der Gesamtmenge aus, stellen infolge ihrer relativ geringen Radioaktivität aber kein wesentliches und neues Sicherheitsproblem dar. Weltweit sind mehr als ein Dutzend Endlager für schwach radioaktive Abfälle in Betrieb. In Deutschland ist hierfür die ehemalige Eisenerzgrube Konrad vorgesehen.Mit der Inbetriebnahme wird 2013 gerechnet. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie gefährlich sind Transporte von verbrauchten Brennelementen?
(Castor-Transporte)

Allein in Deutschland hat es bisher etwa 2000 Transporte mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen gegeben. Dass es dabei keine sicherheitstechnischen Probleme gab, ist nicht verwunderlich. Denn ein umfangreiches System von Sicherheitsvorschriften, Tests und weiteren sicherheitstechnischen Untersuchungen sorgt weltweit dafür, dass die diversen Anforderungen erfüllt werden … mehr

Kronenberg
Dr. A. Kronenberg

Kernreaktoren und nukleare Endlager – eine Erfindung des Menschen?

Am 4. Dezember 1942 – 4 Jahre nach der Entdeckung der Kernspaltung – setzten Enrico Fermi und seine Mitarbeiter in Chicago die erste, sich selbst erhaltende Kettenreaktion in Gang. Der erste Kernreaktor der Welt war in Betrieb gegangen. So haben wir es jedenfalls in der Schule gelernt, aber das war eindeutig falsch. Oder zumindest nicht ganz richtig, denn - wie so oft - war die Natur der modernen Physik wieder einmal weit voraus. … mehr

  Weitere Informationen zu Endlagern: "Kernenergie -> Entsorgung"

Strahlung

Dr. Koelzer
Dipl.-Phys. W. Koelzer

Biologische Wirkungen ionisierender Strahlung und die Befunde von Hiroshima und Nagasaki

Bereits wenige Monate nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und der natürlichen Radioaktivität wurden erste Berichte über schädliche Wirkungen dieser Strahlen auf das menschliche Gewebe, insbesondere Wirkungen auf die Haut, veröffentlicht. 1902 wurde der erste tödliche Strahlenkrebs und 1927 Befunde über genetische Veränderungen durch Röntgenstrahlung an der Fruchtfliege beschrieben. Die biologische Wirkung der ionisierenden Strahlung beruht auf ihrer Eigenschaft … mehr
 

Redaktion

Was ist von den Medienberichten über erhöhte Krebsraten in der Umgebung von Kernkraftwerken zu halten?

Der Artikel verweist auf Stellungnahmen der Bundesregierung und des Kinderkrebsregisters:

  • Die Bundesregierung schließt Krankheitsrisiko durch Betrieb kerntechnischer Anlagen aus.
  • Stellungnahme des Deutschen Kinderkrebsregisters … mehr
Dr. Frank, KIT
Dr. Frank

Radioaktivität – die unsichtbare Gefahr!?

Vorlesesung für Kinder von Dr. Gerhard Frank, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Leiter KIT-Sicherheitsmanagement, Sicherheitsbeauftragter des KIT, Veranstaltungsreihe: KIT-Kinder-Uni, 16.08.2011; Link zu YouTube
 

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Energie-Wende – bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?

Trotz aller Beschwörungen der Politiker, der Klimaschutz hat es nach der abrupten Energiewende schwerer. Die Argumente, die vor Mitte des Jahres 2010 zugunsten einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ins Feld geführt wurden, waren ja nicht abwegig: 150 Mio. t CO2 sparten die deutschen Kernkraftwerke Jahr für Jahr ein, und das zu äußerst günstigen ökonomischen Bedingungen. Nun wird diese Entlastung 10 Jahre früher fehlen, und es wird kaum möglich sein, diesen Ausfall zu kompensieren, schon gar nicht zu gleichen ökonomischen Bedingungen. … mehr

Aussagen anderer Fachleute

D.  Duerr
Dietmar Dürr

Effekte einer Laufzeitverlängerung – Positionen & Argumente in der Debatte

Die Debatte um die Laufzeitverlängerung beherrscht die politische Diskussion. In den letzten Monaten wurden eine Reihe von Gutachten zu den Folgen einer Revision vorgelegt: BET und enervis/BBH befürchten strukturelle Wettbewerbseffekte zu Lasten der Stadtwerke und optieren für eine vorzeitige Stillegung von Kohlekraftwerken. Eine 8KU-Studie präferiert eine Kernenergieeinspeisegebühr; der VIK fordert einen Strommengenfonds für die energieintensiven Industrien. Weitere Gutachten beschäftigen sich mit den Preissenkungseffekten (r2b/EEFA) sowie der Frage der Systemkonkurrenz zwischen Erneuerbaren Energien und Kernkraft (IER, IWES). … mehr

Beiträge in denen die Umweltauswirkungen der Kernenergie am Rande behandelt wird

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was sagen die Fachleute der Energiewirtschaft zur Energiewende?

Keine guten Noten erhielt die deutsche Energiepolitik auf der Jahrestagung der VGB Powertech1 2011 in Bern. Die 1100 Energie-Fachleute aus Deutschland, dem diesjährigen Gastgeberland Schweiz und den anderen 26 Mitgliedsländern des VGB diskutierten die Folgen der deutschen Energiewende betont sachlich, aber mit deutlich spürbarem Unbehagen. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bedeutet die „Energiewende“ für das Energiekonzept der Bundesregierung?

Die abrupte Energiewende der Bundesregierung, aber auch andere aktuelle Entwicklungen haben das Energiekonzept, das die Bundesregierung erst vor 9 Monaten vorgelegt hat, in wichtigen Teilen zur Makulatur gemacht … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bringt das Energie-Konzept der Bundesregierung?

  • Bemerkenswert ist, dass die Regierung unter Bundeskanzlerin Merkel anders als die Regierungen der letzten 20 Jahre überhaupt ein Energiekonzept vorgelegt hat.
  • Das Grundmuster des Energie-Konzepts ist eindeutig „grün“. Zum ersten Mal gibt eine Bundesregierung dem Klimaschutz höchste Priorität und erklärt die Absicht, die deutsche Energieversorgung auf eine völlig neue Grundlage zu stellen, denn 2050 sollen rund 80 % des Stroms und 50 % der gesamten Energie aus regenerativen Quellen stammen. … mehr
Henssen
Dr. rer. nat. H. Henssen

Widerspricht die Nutzung der Kernkraft dem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung?

Viele Christen, die gegen die Nutzung der Kernenergie protestieren, begründen dies mit dem göttlichen Gebot, die Schöpfung zu bewahren, und berufen sich dabei auf kirchliche Stellungnahmen. In einer Reihe solcher Verlautbarungen wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Schlußfolgerung aus dem biblischen Auftrag nicht von allen Christen geteilt wird. Für ein eigenes Urteil muss man genauer hinschauen. … mehr

Henssen
Dr. rer. nat. H. Henssen

Lässt sich die Nutzung der Kernenergie ethisch begründen?

Wer seine Position für oder gegen die weitere Nutzung der Kernenergie ethisch begründen will, muss die Folgen beider Wege gegeneinander abwägen. Dabei sind auf beiden Seiten neben den beabsichtigten auch die möglicherweise eintretenden Folgen einzubeziehen. Entscheidend für die Folgenabwägung ist die Frage, ob die auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro (UNCED) von fast allen Ländern der Welt geforderte „nachhaltige Entwicklung” der Menschheit auch ohne Kernenergie realisiert werden kann. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wie ist der Stand beim Ausstieg aus der Kernenergie in Schweden ?

Aufgrund der Ölpreiskrisen Anfang der 1970er Jahre wurde die schwedische Energiepolitik darauf ausgerichtet, die Importabhängigkeit von Erdöl zu vermindern. Durch die Verlagerung der Energieversorgung auf die Anwendung von Strom – vorwiegend aus Wasserkraftwerken und Kernkraftwerken – ging der Erdölbedarf seit 1970 bis auf etwa 25 % zurück. Der restliche Strom wird aus Erdgas, Steinkohle, Torf, Holz, Holzlauge und in geringem Maße aus Windkraft gewonnen. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wieviel gibt der Betreiber eines Kernkraftwerks jährlich für die Entsorgung aus?

Ein großes Kernkraftwerk (also nicht das kleine Kraftwerk Stade) erzeugt im Jahr durchschnittlich 11 (elf) Milliarden Kilowattstunden Strom. Dabei entstehen (einschließlich Verpackung) rd. 60 Kubikmeter hochaktiver Abfall. Das entspricht dem Inhalt (Volumen) eines Würfels von knapp 4 (vier) Meter Kantenlänge. Dazu kommen mittel- und leichtaktiven Abfälle, die keine Wärme abstrahlen und entsprechend unproblematisch sind, z. B. verbrauchte Filter, Waschwasser und Ähnliches. Die Kosten beziffert der Autor am Ende des Textes. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Ist der Elektroantrieb für Alle möglich?
Alternative Antriebe für Auto und E-Roller

Würde die Fläche Deutschlands ausreichen um alle Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen oder auch entsprechende Elektroautos damit betreiben zu können? Dr. Roth: „Eigentlich könnte ich es mir leicht machen und einfach mit „Nein“ antworten. Allein schon wenn 56 Millionen Elektroautos „auf einen Schlag“ mit „sauberem“ Strom fahren sollen, geht das ganz sicher nicht. Ich will aber doch versuchen, etwas weiter auszuholen …“ mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Hat der Hochtemperaturreaktor Chancen?

Gute Gründe und sich weltweit mehrende Anzeichen sprechen dafür, dass Kernenergie insgesamt große Zukunftschancen hat, darunter auch der Hochtemperaturreaktor (HTR). Dieser weist einzigartige Eigenschaften auf, die ihn für bestimmte Zwecke besonders geeignet erscheinen lassen. Insbesondere kann er durch den Einsatz des Edelgases Helium als Kühlmittel, die konsequente Verwendung nichtmetallischer (keramischer) Materialien im Reaktorkern (der Spaltzone) sowie eine relativ geringe Leistungsdichte (Kilowatt je Liter Spaltzonenvolumen) deutlich höhere Kühlmittel-Austrittstemperaturen erreichen als andere Reaktortypen. … mehr

Aussagen anderer Fachleute

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
(CEO RWE Innogy GmbH, Essen

Kernenergie und erneuerbare Energien - (k)ein Widerspruch?

In der Energieversorgung der Zukunft soll und muss der Löwenanteil der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. So will es auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. Konventionelle Energien sollen als Brücke in eine solche nachhaltige Energiezukunft dienen. Folgerichtig erklären Union und FDP, die Kernenergie als Übergangstechnologie weiter nutzen und die Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke in Deutschland verlängern zu wollen. … mehr (Link zu Kernenergie.de)

Hintergrundmaterial

A. VossProf. Dr.-Ing. A. Voß

Wege der Energiewirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Aus dem Inhalt: Bestandsaufnahme der Energieversorgung Deutschlands, CO2-Emissionen und Klimaschutz, Energiepreise, CO2-Vermeidungskosten, Nachhaltige Versorgung – Was ist das?, Stromerzeugungssysteme auf dem Prüfstand, Rohstoff- und Materialaufwand, Externe Kosten, Vollkosten, Szenarien der Entwicklung, durchschnittliche Stromkosten … zur Präsentation des Vortrags (pdf, rd. 2,5 MB) vom Mai 2011.

Eike Roth
Dr. E. Roth

Deutschlands Energiewende – Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft

Kommentare zum Abschlussbericht der Ethik-Komission „Sichere Energieversorgung“ der Bunderegierung

Der Autor Dr. Eike Roth kommentierte den rund 60-seitigen Bericht für die Energie-Fakten.de. Sie können das Dokument als Hintergrundmaterial im Format docx hier (rd. 150 kB) herunterladen.

 

Screenshot RSK Bericht Sicherheitsüberprüfung

Anlagenspezifische Sicherheitsüberprüfung (RSK-SÜ) deutscher Kernkraftwerke unter Berücksichtigung der Ereignisse in Fukushima-I (Japan)

Bericht der Reaktorsicherheitskommission an die Bundesregierung

„Das Bundesumweltministerium hat am 17.03.2011 die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) in ihrer 433. Sitzung aufgefordert, einen Anforderungskatalog für eine Sicherheitsüberprüfung der deutschen Kernkraftwerke zu erstellen und die Ergebnisse der auf dieser Basis durchgeführten Überprüfungen zu bewerten. Dabei sollen die Erkenntnisse aus dem Unfallablauf in Japan insbesondere im Hinblick darauf berücksichtigt werden, ob die bisherigen Auslegungsgrenzen richtig definiert sind und wie robust die deutschen Kernkraftwerke gegenüber auslegungsüberschreitenden Ereignissen sind. Gemäß Auftrag des BMU sollte der Bericht der RSK zum 15.05.2011 vorgelegt werden.“ … mehr (pdf, rd. 350 kB; Textquelle: Bericht)

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB, 2010; Link zu vgb.org)

Energiespiegel COver

Nachhaltige Elektrizität: Wunschdenken oder bald Realität?

Energiespiegel – eine Publikations des Paul-Scherrer-Instituts (PSI, Villigen, CH Sommer 2010). Aus der Ankndigung der Publikation:

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Kaum ein Begriff wird so oft gebraucht wie auch missbraucht. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung ist wohl unbestritten, aber was bedeutet das konkret im Energie- und Stromsektor? Kann die Nachhaltigkeit von Energiesystemen objektiv gemessen werden? Welche Technologien schneiden dabei gut ab? Die jüngste Forschung am PSI zeigt, dass es derzeit keine optimale Lösung gibt und dass es darauf ankommt, wo wir unsere Prioritäten setzen. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des PSI Energie-Spiegels.“ … mehr (pdf, rd. 2 MB, Link zum PSI)

COver Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

Cover Hundt Heliane

Kein Systemkonflikt zwischen Erneuerbaren Energie und Kernkraft

Längere Laufzeiten der Kernkraftwerke stehen erheblichem Ausbau Erneuerbarer Energien nicht entgegen. zur Studie (pdf, rd. 8 MB)

(Anschlussstudie der unten beschriebenen Studie „Verträglichkeit von erneuerbaren Energien und Kernenergie im Erzeugungsportfolio“

Matthias Hundt
Rüdiger Barth
Ninghong Sun
Steffen Wissel
Alfred Voß

Verträglichkeit von erneuerbaren Energien und Kernenergie im Erzeugungsportfolio

Technische und ökonomische Aspekte; Studie, Oktober 2009, ist als Kurzfassung (pdf, 273 kB) und Langfassung (pdf, 4,75 MB) verfügbar.

  Keine Länderzustimmung – Warum AKW-Laufzeiten problemlos verlängert werden können (Link zum Handelsblatt)

Hormesis - Wie wirkt Niedrigstrahlung ? (pdf, 312 kB)

Argumente - Nachhaltig mit Kernenergie Strom erzeugen ? Eine Antwort auf die oben verlinkte Studie des Umweltbundesamts (pdf, 400 kB, Link zur Framatome ANP)

Zur Sicherheits- und Umweltphilosophie energietechnischer Anlagen (pdf, 150 kB)

Links

 

Ausstellung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)

Im Sommer 2010 informiert das BfS die Bürger mit einer Wanderausstellung in einem „Truck“. Unter bfs.shuttle.de können Sie sich über Strahlung, Strahlenschutz, Zwischenlagerung und auch Endlagerung informieren. (Link zu bfs.shuttle.de)