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Energieverteilung und - anwendung

Im Bereich "Energieverteilung und -anwendung" finden Sie Artikel über elektrische Netze und die Verteilung anderer leitungsgebundener Energien. Zudem stellen wir Artikel zusammen, die beschreiben wie – mangels Speicher für Strom – die Nutzung von Energie in die Zeiten hohen Erzeugungsangebots verlagert werden.

Elektrische Energie – Strom

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was geschieht bei einem längeren Stromausfall?

Anders als in vielen Teilen der Erde kennen wir in Deutschland Stromausfälle fast gar nicht mehr. Das ist auch gut so […]. So selbstverständlich wie bisher ist die ungestörte Versorgung aber nicht. Durch den starken Ausbau der Erneuerbaren Energien Sonne und Wind wird unser Stromnetz durch rasche zu-und Abnahmen großer Leistungen enorm belastet. […] Die Folgen sind aber so gravierend, dass eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag im letzten Jahr zu der Empfehlung kam, trotz der geringen Wahrscheinlichkeit bessere Vorsorge zu treffen. … zum Artikel
 

Hagenmeyer
Prof. Dr. E.
Hagenmeyer

Kann ein großer Stromausfall wie in USA und Italien auch in Deutschland passieren?

In Deutschland werden die Verbraucher sehr selten von Stromausfällen betroffen. Im Durchschnitt fällt nur alle zwei Jahre für weniger als eine Stunde der Strom aus. Damit sind die deutschen Verbraucher etwa fünfmal besser gestellt als die in den anderen EU-Ländern. Im Jahr 2003 haben sich in Amerika, in Skandinavien, in Italien und in London schwere Stromstörungen ereignet von denen über 100 Millionen Menschen betroffen waren, es entstanden immense Schäden von vielen Milliarden Dollar. … mehr
 

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Inwiefern haben Pumpspeicher-Kraftwerke eine Bedeutung für die Sicherheit der Stromversorgung?

Pumpspeicher-Kraftwerke (PSW) erzeugen Strom durch Wasser, das von einem hoch gelegenen Speichersee (Oberbecken) über eine Druckleitung zu Turbinen mit gekuppelten Generatoren geleitet wird und dann in einen tief gelegenen Speichersee (Unterbecken) fließt. Dort steht es zur erneuten Auffüllung des Oberbeckens wieder zur Verfügung. Das Zurückfördern des Wassers in das Oberbecken erfolgt durch Pumpen, die durch die Generatoren, dann als Motor laufend, angetrieben werden. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Hochspannungsmasten können abgebaut werden, wenn der gesamte Strombedarf Deutschlands durch Windkraftanlagen gedeckt wird?

Die Antwort mag für Manchen überraschend klingen: So gut wie keiner.

Im Gegenteil: Die Zahl der Leitungsmasten wird zunehmen, vor allem beim geplanten Ausbau von Offshore-Windparks. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Ist in Deutschland mit einer sogenannten Stromlücke zu rechnen?

In jüngster Zeit wird das Thema einer möglichen unzureichenden Stromversorgung kontrovers diskutiert. Sie könnte als Folge des Verzichts auf die Nutzung der Kernenergie, der zunehmenden Blockaden bei der Errichtung von konventionellen Kohlekraftwerken und der Ausweitung der Nutzung erneuerbarer Energien – mit hohem Anteil sog. nicht gesicherter Leistung – eintreten. Derzeit gibt es dazu zwei Studien: Umweltbundesamt (UBA), Deutsche Energie-Agentur (Dena). Diese kommen zu unterschiedlichen Beurteilungen. Eine Studie des Öko-Instituts gibt dazu indirekt Hinweise. Die Bundesregierung selbst verneint eine Gefährdung der Stromversorgung. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Stimmt es, dass Deutschland trotz „Energiewende“ weiter Strom exportiert?

Jein. Deutschland ist seit 2002 Netto-Exporteur von elektrischer Energie. Auch im Jahr 2011, in dem am 15. März das Moratorium für die älteren Kernkraftwerke verkündet wurde, ist noch ein Überschuss von rund 6 TWh erzielt worden. Aber dieser Überschuss war nicht nur wesentlich kleiner als im Vorjahr (17,7 TWh). In diesem Jahr ist die wirtschaftliche Bilanz dieses Stromaustausches mit unseren Nachbarn erstmals negativ geworden. Denn wir exportieren nun billigen Überschussstrom aus Erneuerbaren Energien und müssen teuren Strom zu Spitzenbedarfszeiten einführen.

Weitere Hintergründe und Fakten sowie die Bilanzen der letzten Jahre finden Sie in der Antwort auf die Frage eines Lesers.
 

Screenshot SWR

Die Energiewende braucht neue Speicher, Leitungen und intelligente Steuerung

Stromnetz der Zukunft

In der Reihe „SWR2 Wissen“ sendete der SWR am Montag, den 6.8.2012 die Sendung Die Energiewende braucht neue Speicher, Leitungen und intelligente Steuerung – Stromnetz der Zukunft (Link zu SWR.de). Die Sendung kann als Download angehört und auch das Manusskript heruntergeladen werden.

Screenshot NZZ

Stromübertragung: Die Renaissance des Gleichstroms

Gleichstrom statt Wechselstrom – das könnte in Zukunft nicht nur bei Hochspannungsleitungen auf lange Distanz gelten, sondern auch für Niederspannung in Gebäuden. Mit besserer Elektronik sind sogar ganze Gleichstromnetze in greifbare Nähe gerückt. … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung; Titel und Texte: NZZ, 12. Sept. '12)

Harald Müller
Dipl.-Ing.
H. Müller

Können die „großen Vier“ Energieversorger Windkraftanlagen abschalten, damit Sie mehr Kohle- und Atomstrom verkaufen können?

In den Stromnetzen hat Ökostrom eine gesetzliche Vorrangstellung, so dass bei möglichen Netzengpässen zuerst Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz genommen werden müssen. Das Einhalten dieses Gesetzes wird von der Bundesnetzagentur überwacht.
In 2010 wurden etwas mehr als 80 Milliarden kWh Strom aus erneuerbaren Energien in das deutsche Stromnetz eingespeist. Es ist daher vollkommen abwegig den „großen Vier“ Energieversorgern vorzuwerfen, sie würden die Erzeugung von Ökostrom blockieren. Der Artikel gibt darüber hinaus wieder, wie die Besitzverhältnisse der deutschen Übertragungsnetze sind. … zum Artikel
 

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Die Energiewende und ihre Folgen

Die Energiewende des Jahres 2011 wird weithin gleichgesetzt mit dem Ausstieg aus der Kernenergie und dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das aber ist nicht Alles, denn damit beides möglich wird, ohne Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit der Versorgung mit elektrischer Energie zu gefährden. Eine zuverlässige Stromversorgung ist für uns in Mitteleuropa selbstverständlich geworden, so selbstverständlich, dass wir uns darüber kaum Sorgen machen. Dabei liegt in dieser Abhängigkeit ein enormes Risiko, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit bisher sehr gering ist. […] Mit dem Übergang zu einer Dominanz der Erneuerbaren Energien wird die Gefahr eines Black-Outs aber zunehmen, wenn das Stromnetz nicht so ertüchtigt wird, dass es den dramatisch zunehmenden Anforderungen auch gewachsen ist. … zum Artikel
 

Intelligente Netze / smart grids

Informationen zu intelligenten Netzen („smart grids“) finden sie im Bereich Zukunftstechniken -> smart grids

Links

Screenshot NZZ

Neue Strategie bei grossräumigen Stromausfällen

Die Strombranche koordiniert bei grossen Ausfällen künftig von Laufenburg aus – Ökostrom als weitere Herausforderung

Die Strombranche hat eine neuezentrale Strategie für den Fall eines grossen Blackouts. Wichtige Verbraucher werden dabei nicht bevorzugt. Priorität hat derAufbau des Gesamtsystems. … zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung, Titel & Text: NZZ)
 

Durchleitungskosten

Wie hoch sind die Kosten für die Durchleitung von Strom für Hochspannungsleitungen? (Durchleitungskosten)

Einen Hinweis [in Euro pro Megawattstunde] gibt der Vortrag von Prof. Dr. rer. pol. Wolf Fichtner, Leiter des Instituts für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP), Leitung des Deutsch-Französischen Instituts für Umweltforschung (DFIU), Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), den er im Rahmen des Debattenabends zum Thema „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg am 30. November in Stuttgart gehalten hat. … zur Webseite der Veranstaltung.

Screenshot NZZ

Notpläne für Stromengpässe

Risiken schon im Dezember

„Die Strombranche trifft Vorbereitungen für Versorgungsengpässe in den kommenden Wintermonaten, wie Swissgrid, die Betreiberfirma des Hochspannungsnetzes, bestätigt. In den letzten Tagen hat die europäische Netzbetreibervereinigung Entso-E einen Bericht publiziert, der die Auswirkungen des deutschen Atomausstiegs auf die Versorgungssicherheit erörtert. Probleme könnten sich bei einer längeren Kälteperiode ergeben, erklärt Swissgrid-Mediensprecher Thomas Hegglin.“ … zum Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung, Titel & Text: NZZ)

Link zum zitierten Bericht der Entso-E. (Link zu www.entsoe.eu)

Screenshot FAZ

Wie die DDR gegen den Stromausfall kämpfte

Vergleiche – Energiewende in der Budesrepubik:

In der DDR war der Strom oft knapp. Wie der Sozialismus versucht hat, mit den Kapazitätsproblemen fertig zu werden, beschreibt ein Zeitzeuge.“ … mehr
(Link zu faz.net, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Online; Text und Titel: faz.net)

 

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Verstehen Sie das EEG und die Strompreise?

Stromversorgung im Strompreis-Irrgarten

Steigende Strompreise werden immer mehr zum Ärgernis. Die Vorwürfe an die vermeintlichen Verursacher dieser Entwicklung, sind wohlfeil. Es sind immer die Anderen. Die Vorwürfe sind oft widersprüchlich oder sind falsch.

Die am 18. Jan. '14 von Minister Gabriel bekannt gewordenen Absichten zur Verminderung der ständigen steigenden Strompreise, überzeugen nicht. Solange die „Erneuerbaren“ Vergütungen erhalten, die erheblich über den Erzeugungskosten der konventionellen Kraftwerke liegen, wird auch die EEG-Umlage grundsätzlich steigen müssen. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Energie-Autarkie von Gemeinden und Regionen - ist diese möglich?

Eine "Autarke Energieversorgung" von Gemeinden und ggf. Regionen wird, auch in Verbindung mit der sog. "Dezentralen Energieerzeugung", als die einzige zukunftsträchtige und von den Bürgern akzeptierte Versorgungstechnik beurteilt. Die Randbedingungen und Grenzen dieses Konzeptes werden dargelegt. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Die energie-autarke Gemeinde Güssing in Österreich – ist diese wirklich "autark"?

Die Problematik der Realisierung von sogenannten energie-autarken Gemeinden, Städten, Regionen etc. werden anhand der sog. „energie-autarken“ Gemeinde Güssing (Österreich) beschrieben. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

Netzausbaubeschleunigungsgesetz der Elektrizitätswirtschaft

Erster Schritt in die richtige Richtung – weitere müssen folgen!

„Die deutsche Bundesregierung hat sich der Aufgabe gestellt, die Elektrizitätsversorgung über den für 2022 anstehenden Atomausstieg hinaus dauerhaft zu sichern. Dabei wird jedoch die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energiequellen zu steigenden Angebotsvolatilitäten führen. Deshalb braucht es künftig nicht nur den massiven Ausbau der Elektrizitätsfernnetze (Super Grid), sondern insbesondere auch intelligente Verteilernetze (Smart Grid/ Smart Metering).“ … zum Artikel (Link zu Deutsche Bank Research; Titel und Text: DB Research)

Screenshot NZZ.ch

Schweiz: Wenig elastische Stromnachfrage

Reduzierung des Stromverbrauchs dauert viele Jahre – vor allem bei Privatpersonen

„Erst mit grosser Verzögerung reagieren die Konsumenten auf steigende Strompreise. Dieses Fazit zieht eine von Economiesuisse bei der KOF [Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF), die Red.] in Auftrag gegebene Studie der empirischen Literatur.“ … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung)

Screenshot NZZ.ch

Etwas weniger hell – Japans neue Normalität

Wie prägt das Stromsparen das Leben in Japan nach dem 11. März '11?

„In Nagatocho in der Tokioter Innenstadt ist die U-Bahn sehr tief unter der Erde, drei Rolltreppen und dann noch 64 Stufen. Wer nicht gut zu Fuss ist, gerät da schon ausser Atem. Abwärts muss man den ganzen Weg gehen, denn die Rolltreppen fahren nur aufwärts. Aber man gewöhnt sich daran. Auch dass nur jede zweite Neonröhre brennt, fällt kaum noch auf. Es ist ja deswegen nicht dunkel, nur etwas weniger hell. Das ist Teil der Normalität.“ … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung)