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Energiewirtschaft

Folgende Beiträge haben wir zum Thema Energiewirtschaft veröffentlicht:

Beiträge eigener Autoren

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bringt das Energie-Konzept der Bundesregierung?

  • Bemerkenswert ist, dass die Regierung unter Bundeskanzlerin Merkel anders als die Regierungen der letzten 20 Jahre überhaupt ein Energiekonzept vorgelegt hat.
  • Das Grundmuster des Energie-Konzepts ist eindeutig „grün“. Zum ersten Mal gibt eine Bundesregierung dem Klimaschutz höchste Priorität und erklärt die Absicht, die deutsche Energieversorgung auf eine völlig neue Grundlage zu stellen, denn 2050 sollen rund 80 % des Stroms und 50 % der gesamten Energie aus regenerativen Quellen stammen. … mehr
Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was sagen die Fachleute der Energiewirtschaft zur Energiewende?

Keine guten Noten erhielt die deutsche Energiepolitik auf der Jahrestagung der VGB Powertech1 2011 in Bern. Die 1100 Energie-Fachleute aus Deutschland, dem diesjährigen Gastgeberland Schweiz und den anderen 26 Mitgliedsländern des VGB diskutierten die Folgen der deutschen Energiewende betont sachlich, aber mit deutlich spürbarem Unbehagen. … mehr

M. Zink
M. Zink

Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke –
Wie lange können Kernkraftwerke sicher betrieben werden?

Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke ist der so genannte „Atomkonsens“. Durch diese Vereinbarung wurden die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke limitiert, indem die noch zu produzierenden Strommengen festgesetzt wurden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die deutschen Kernkraftwerke nicht auch über diese vereinbarte Restlaufzeit hinaus sicher betrieben werden könnten. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Inwieweit ist die – momentane – Stromerzeugung der unterschiedlichen Kraftwerke, insbesondere die der Regenerativ-Kraftwerke, den typischen Lastbereichen des Strombedarfs zuordenbar (Strommanagement)?

Die in Deutschland derzeit noch immer vorhandene hohe Versorgungssicherheit mit Elektrizität – „Rund um die Uhr“ – ist nur durch eine ständige und genaue Gleichheit zwischen Stromerzeugung und Strombedarf möglich. Dieses Gleichgewicht verlangt
eine Steuerung der Leistung der Kraftwerke entsprechend dem zu erwartenden momentanen Strombedarf. Es setzt einen erheblichen technischen und organisatorischen Aufwand voraus. Diese Aufgabe organisieren die sog. Lastverteiler, als Teil der Netzbetreiber der bedeutenden Stromversorgungs-Unternehmen. Die Kompliziertheit dieses Systems ist weder bei der Gasversorgung noch bei der Wasserversorgung vorhanden bzw. notwendig. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Ist in Deutschland mit einer sogenannten Stromlücke zu rechnen?

In jüngster Zeit wird das Thema einer möglichen unzureichenden Stromversorgung kontrovers diskutiert. Sie könnte als Folge des Verzichts auf die Nutzung der Kernenergie, der zunehmenden Blockaden bei der Errichtung von konventionellen Kohlekraftwerken und der Ausweitung der Nutzung erneuerbarer Energien – mit hohem Anteil sog. nicht gesicherter Leistung – eintreten. Derzeit gibt es dazu zwei Studien: Umweltbundesamt (UBA), Deutsche Energie-Agentur (Dena). Diese kommen zu unterschiedlichen Beurteilungen. Eine Studie des Öko-Instituts gibt dazu indirekt Hinweise. Die Bundesregierung selbst verneint eine Gefährdung der Stromversorgung. … mehr

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Wie verhalten sich Investitions-, Betriebs- und Brennstoffkosten bei unterschiedlichen Systemen zur Stromerzeugung?

Wie lassen sich die Kosten der elektrischen Energieerzeugung für Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke aufschlüsseln? […] Gas-Kraftwerke oder Gas- und Dampfturbinen-Anlagen haben geringere Investitionskosten als z. B. Kernkraftwerke. Schon anhand der Bauzeit ist zu erahnen, wie stark die Unterschiede sind: Gaskraftwerke können binnen zwei Jahren errichtet werden. Für Kernkraftwerke ist eine Bauzeit von mehr als sechs oder mehr Jahren die Regel. … zum Artikel

Prof. H. Alt
Prof. Dr.-Ing.
H. Alt

Wie funktioniert die deutsche Strombörse?

Die European Energy Exchange AG (EEX) ist eine öffentlich-rechtliche Börse mit Sitz in Leipzig. Sie ist Träger der Energiebörse European Energy Exchange. An der EEX werden Strom, Gas und andere Energieträger sowie CO2 Zertifikate gehandelt. Diese Palette wird um börsennahe Dienstleistungen wie z. B. das Clearing außerbörslicher Geschäfte (OTC-Clearing) ergänzt. Am Auktionsmarkt der EEX (Spotmarkt) gibt es die Möglichkeit, Kauf- und Verkaufsgebote für Einzelstunden und Blockgebote für Blöcke auf Grundlast und Spitzenlast zu platzieren. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Wie stehen die Aussichten für Solares Kühlen?

Der Energiebedarf für Klimatisierung und Kälte steigt weltweit: Sich mit dem technischen Fortschritt wandelnde Arbeitsbedingungen und wachsender Wohlstand erweitern das Bedürfnis nach passend temperierten Räumen. In heißen, sonnenreichen Regionen ist die Klimatisierung nicht selten sogar eine Grundvoraussetzung für die weitere Entwicklung. Längerfristig muss nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Industrialisierung heutiger Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem weltweit erheblich wachsenden Klimatisierungsbedarf gerechnet werden. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Die dänische Energiewirtschaft – ein Modell für Deutschland?

Die stark staatlich gelenkte dänische Energiewirtschaft wird mitunter als Vorbild für Deutschland hingestellt. Bei näherer Betrachtung zeigen sich interessante Entwicklungen, aber auch Besonderheiten, Schwächen und in jüngster Zeit die Abkehr von früheren Bestrebungen.

Dänemark hat etwa die gleiche Fläche wie Niedersachsen, mit 5,3 Millionen aber nur etwa zwei Drittel so viel Einwohner. Schwerindustrie und andere energieintensive Wirtschaftszweige fehlen. Der Energieverbrauch je Einwohner und Jahr ist deshalb etwas niedriger als in Deutschland. Zu 93 % und damit stärker als hierzulande  beruht die Energieversorgung auf fossilen Brennstoffen. … mehr

Dietmar Ufer
Dr. D. Ufer

Ist eine Energiekrise wie in Kalifornien auch in Deutschland möglich?

Spätestens seit Mitte 2000 ist Strom in Kalifornien knapp. Die Strompreise "explodieren". Zeitweilig wird der Strom abgeschaltet. Auch Erdgas verteuerte sich stark. Dadurch wurden Gaskraftwerke unwirtschaftlich. Die Energiekrise wurde ausgelöst durch Mangel an ausreichender Kraftwerks-Leistung und zugleich unzureichenden Kapazitäten der Übertragungsleitungen für Bezüge aus anderen US-Bundesstaaten einerseits sowie einen kräftigen Anstieg des Stromverbrauchs und vor allem der Stromnachfrage zu Spitzenzeiten andererseits. Die tieferen Ursachen liegen zum einen in der rigorosen Umweltpolitik Kaliforniens.  Kraftwerke mussten stillgelegt werden, darunter Wasserkraftwerke und das Kernkraftwerk Rancho Seco. Neue Kernkraftwerke sollen nicht gebaut werden. … mehr
P. Borsch
Dr. P. Borsch

Welche Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub entstehen bei den verschiedenen Energiesystemen?

Bei der Verbrennung von Kohlen und Erdölprodukten sowie Erdgas entstehen – neben dem klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) – als wichtigste Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Deren Menge bzw. Anteile am Rauchgas hängt ab von der Zusammensetzung des Brennstoffs, der Verbrennungstechnik und dem Aufwand bei der Rauchgasreinigung. … mehr
Eine Übersicht (und weitere Diagramme) von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich in der PowerPoint Präsentation
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)

Mackenthun
Dr. G. Mackenthun

Wie groß sind die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der unterschiedlichen Stromerzeugungsarten im Vergleich?

Kernenergie gilt den meisten Bundesbürgern als gefährlich. Sie vergessen dabei, dass auch die Nutzung anderer Energieträger wie Kohle, Öl und Gas ihre Gesundheits- und Unfallrisiken haben. Im Beitrag werden die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der einzelnen Stromerzeugungsarten miteinander verglichen. … mehr

Edwin
Prof. Dr.-Ing.
K. Edwin

Wieviel Reservekraftwerke werden bei einem starken Ausbau von Wind- und Solaranlagen gebraucht?

Bei der Nutzung von Wind- und Solarenergie, in geringerem Umfang auch von (Lauf-) Wasserkraft, sind wir stark abhängig von der Natur. Ihr Angebot stimmt tages- und jahreszeitlich nicht überein mit unserer Energienachfrage. Das gilt auch und gerade im Elektrizitätssektor. Auf Wind- und Solarkraftwerke allein lässt sich deshalb eine Stromversorgung in einem mitteleuropäischen Industriestaat wie Deutschland nicht gründen. Vielmehr müssen in ausreichendem Umfang Reservekapazitäten in Form von Kohle- und Gaskraftwerken vorhanden sein für die Zeiten, in denen die Sonne nicht oder kaum scheint und der Wind zu unregelmäßig (Böen), zu schwach (Flaute) oder zu stark (Sturm) weht. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Was hat es mit den handelbaren Emissions-Zertifikaten auf sich??

Als neues Instrument zur Verminderung der Umweltbelastungen steht der Handel mit Emissionszertifikaten in Europa vor der Einführung. Die USA (in Bezug auf Schwefeldioxid), aber auch multinationale Unternehmen für ihre internen Aktivitäten verfügen schon über Erfahrungen damit.

… mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welche Bedeutung hat die Wasserkraft für Deutschland?

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Wasserkräfte zunehmend zur Elektrizitätsversorgung eingesetzt. Die Vorteile gegenüber den damaligen (noch kleinen) Wärmekraftwerken waren handgreiflich: Keine Kohlentransporte, hohe Betriebssicherheit, Versorgungssicherheit. Trotz hohen Kapitalbedarfs zum Bau waren die Kraftwerke durch sehr lange Lebensdauern konkurrenzfähig. Das älteste größere und noch heute in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Rheinfelden mit einer maximalen Generator-Leistung von 26 Megawatt liefert seit 1898 Strom (zum Teil mit Anlagen der Erstausstattung!). … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welchen Beitrag zur Energieversorgung und zum Umweltschutz haben Kernkraftwerke in Deutschland bisher geleistet?

Die Diskussion über die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung wird seit Jahren durch den aus politisch-ideologischen Gründen durchgesetzten „Ausstieg“ (vorzeitige Stilllegung der vorhandenen Kernkraftwerke) beherrscht. Vielen Bürgern scheint dieser Weg ohne große nachteilige Konsequenzen zu sein vor allem auch, weil es angeblich Alternativen gibt. Der Neubau anderer Kraftwerke wird als relativ problemlos beurteilt. Über die generellen Schwierigkeiten wird hinweg gegangen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Umweltprobleme der Energieversorgung sind die wichtigsten?

Ohne Energiezufuhr gibt es kein Leben. Und wenn viele Menschen „gut“ leben wollen, brauchen sie viel Energie. Unsere Energieversorgung beeinflusst aber unvermeidbar auch unsere Umwelt. Wie und wie sehr, hängt von der Art der Energieversorgung ab. Sind diese Einflüsse zu groß, sprechen wir von Umweltproblemen. Die wichtigsten Umweltprobleme unserer Energieversorgung werden in dem Artikel erläutert. … mehr

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie entwickelt sich der Energieverbrauch der Welt in Zukunft?

Der World Energy Outlook 2010 der IEA

Die Internationale Energie-Agentur, der die Staaten Europas und Nordamerikas sowie Australien, Neuseeland, Japan und Süd-Korea angehören, hat vor kurzem ihre Prognose für die Entwicklung des Welt-Energieverbrauchs bis 2035 vorgelegt. Für die Weltbevölkerung wird bis 2030 ein Anwachsen von 6,7 Milliarden in 2008 auf 8,5 Milliarden, und ein Wirtschaftswachstum von 3,2 % pro Jahr, hauptsächlich getrieben durch Nicht-Mitgliedsländer der IEA, wie China und Indien, angenommen. Drei Szenarien betrachtet die IEA … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Kann CCS Kohlekraftwerke Klima-neutral werden lassen?

Zum ersten Mal seit Nutzbarmachung des Feuers durch den Menschen soll das Endprodukt der Verbrennung von Holz, Kohle und Öl nicht einfach in die Atmosphäre entweichen dürfen, sondern durch "Carbon Capture and Storage" (CCS), also Einfang und Lagerung des bei der Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen entstehenden CO2 zurückgehalten und entsorgt werden. Die Bundesregierung rechnet in ihrem neuen Energie-Konzept ab 2025 mit der Markteinführung von CCS, um ihre ehrgeizigen Ziele einer bis 2050 zu 80 % CO2-freien Stromerzeugung erreichen zu können. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Führt die globale Wasserknappheit zu neuen Anforderungen an die Energieversorgung?

Wasser ist für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen von großer Bedeutung, aber 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, alle 20 Sekunden stirbt ein Kind wegen ungesunden Wassers. Wenn die Weltbevölkerung von heute 7 auf voraussichtlich 9 Milliarden in 2050 angewachsen sein wird, wird der Wasserverbrauch aber dem heutigen Bedarf von 12 Milliarden Menschen entsprechen, weil der Wasserverbrauch etwa doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung. Zwar besteht die Erde, wie auch der Mensch, zu 70 % aus Wasser, aber über 97 % davon bilden die Ozeane, deren Salzwasser außer für Kühlzwecke zu keiner direkten menschlichen Verwendung geeignet ist. … mehr

Herausgegriffen

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bedeutet die „Energiewende“ für das Energiekonzept der Bundesregierung?

Die abrupte Energiewende der Bundesregierung, aber auch andere aktuelle Entwicklungen haben das Energiekonzept, das die Bundesregierung erst vor 9 Monaten vorgelegt hat, in wichtigen Teilen zur Makulatur gemacht … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was bedeuten die Energiebeschlüsse der Bundesregierung vom 29. Mai 2011?

Am 29. Mai hat die Bundesregierung beschlossen, bis 2022 vollständig auf Kernenergie zu verzichten. Die sieben älteren Kernkraftwerke und das KKW Krümmel, die durch das Moratorium stillgelegt wurden, sollen nicht mehr ans Netz gehen, die Jüngeren bis 2022 in Betrieb bleiben. Die im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung eingeführte Brennelementesteuer wird beibehalten. … mehr

Allgemein interessierende Antworten auf Fragen von Lesern

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie wirkt sich der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie auf die Preise und die Versorgungssicherheit beim Strom aus?

Nach dem von der Bundesregierung verhängten Moratorium sind am 17. März dieses Jahres fünf Kernkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt über 5000 MWe und einer Stromerzeugung von rund 120 GWe pro Tag vom Netz genommen worden. Zusätzlich waren die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht am Netz, so 7000 MWe nicht zur Verfügung standen. Mit den im Juni zur Energiewende erlassenen Gesetzen ist dies nun zum Dauerzustand geworden. Verstärkt wird dieser Effekt zur Zeit noch durch die regelmäßig im Sommer durchgeführten Revisionen, so dass zeitweilig auch weitere Kernkraftwerke nicht zur Verfügung stehen. … mehr
 

Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Sind die Stadtwerke die großen Verlierer der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke?

In der energiepolitischen Diskussion des Jahres 2010 wird häufig behauptet, die Stadtwerke seien die großen Verlierer der Einigung der Bundesregierung mit den großen Energieversorgern über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. Kommunale Anlagen auf der Basis erneuerbarer Energien würden nun nicht mehr ausreichend ausgelastet werden können und die Stadtwerke würden auf ihren Investitionen sitzen bleiben, die sie im Vertrauen auf die bisherige Gesetzeslage getätigt hätten. Außerdem würde die Laufzeitverlängerung mehr Wettbewerb im Strommarkt verhindern, zum Nachteil aller Verbraucher. Mehrere Energie-Fakten-Leser haben mich um meine Meinung hierzu gefragt. Die ist eindeutig: Die Vorwürfe sind unbegründet. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie kommt es, dass sich Befürworter und Gegner einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke gleichermaßen auf das jetzt der Bundesregierung vorgelegte Gutachten berufen können?

Das Gutachten, das EWI, GWS und PROGNOS in dieser Woche vorgelegt haben, hatte die Bundesregierung angefordert, um durch Szenarienrechnungen eine Grundlage für ihr Energiekonzept zu erhalten. […] Anders als man aufgrund der Berichterstattung denken könnte gehr es also nicht nur um die Kernenergie; die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung laufen vielmehr auf einen kompletten Umbau des deutschen Energiesystems hinaus. Deshalb wäre es durchaus angemessen gewesen, den anderen Aussagen der Studie mehr Gewicht beizumessen, denn die hier angesprochenen Maßnahmen werden unser Leben in vielen Sektoren einschneidend verändern. … mehr

Theißing
Klaus Theißing

Warum werden die Strompreise auch in Zukunft weiter steigen?

In der Antwort sollen keine exakten Preise vorgerechnet werden, sofern dies überhaupt mittelfristig möglich ist. Vielmehr sollen die Einflussgrößen dargestellt und erläutert werden. Denn insbesondere beim Strompreis gibt es einige Fakten, die nicht auf auf kurz- und mittelfristige Preissenkungen hindeuten - ganz im Gegenteil. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim Grawe

Wie wird sich die Versorgungssicherheit in Deutschland angesichts der stark zurückgefahrenen Investitionen in Kraftwerke und Netze entwickeln?

In den nächsten Jahren sind keine Schwierigkeiten zu erwarten. Die Energiekrise in Kalifornien hat aber u. a. gezeigt, wohin die Nicht-Investition führen kann. Deshalb müssen die Unternehmen Anreize erhalten, ihre Kraftwerke und Leitungen zu pflegen und zu modernisieren sowie neue Anlagen zu errichten. Diese sind erforderlichenfalls gegen örtliche Widerstände durchzusetzen, vorausgesetzt, sie sind sorgfältig geplant worden und die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung hat keine gravierenden Nachteile ergeben. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Hochspannungsmasten können abgebaut werden, wenn der gesamte Strombedarf Deutschlands durch Windkraftanlagen gedeckt wird?

Die Antwort mag für Manchen überraschend klingen: So gut wie keiner.

Im Gegenteil: Die Zahl der Leitungsmasten wird zunehmen, vor allem beim geplanten Ausbau von Offshore-Windparks. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wie viele Arbeitsplätze sind durch die Nutzung der Windenergie geschaffen worden?

Im Artikel wird "Die gängige Zahl" und "Die korrekte (gesamt-volkswirtschaftliche) Vorgehensweise" beschrieben. Zusätzlich werden die einzelnen Effekte erläutert. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Dürfen deutsche Unternehmen sich am nächsten Kernkraftwerk in Frankreich beteiligen ?

Die Frage berührt eine zwischen der Bundesregierung einerseits und der VEBA, der damaligen VIAG, RWE und EnBW andererseits – also nicht damals HEW, jetzt Vattenfall getroffenen "Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000". Die Vereinbarung betrifft nur die vorhandenen (deutschen) Kernkraftwerke, und zwar die Befristung ihrer Nutzung ihren gesicherten Betrieb während der verbleibenden Nutzungsdauer die Entsorgung der bei ihrem Betrieb entstehenden radioaktiven Abfälle. Über die Errichtung von KKW im (europ.) Ausland durch deutsche EVU und über deren Beteiligung an KKW im (europ.) Ausland wurde keinerlei Vereinbarung getroffen. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wenn die deutschen Kernkraftwerke nicht aus politischen Gründen abgeschaltet werden müssten, wie lange könnten sie dann technisch sicher betrieben werden?

Nach dem „Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität“ vom 22. April 2002 müssen die vorhandenen 20 deutschen Kernkraftwerke im Ergebnis nach durchschnittlich 32 Betriebsjahren stillgelegt werden. Damit ist der Deutsche Bundestag entgegen den Warnungen von 680 deutschen Hochschul-Professoren (pdf, rd. 30 kB) früheren Parteitags-Beschlüssen der Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN gefolgt. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Wo finde ich jeweils aktuelle Zahlen über den Energie- und Stromverbrauch weltweit, in der EU und in Deutschland ?

Daten über die Energieversorgung (Gewinnung, Umwandlung, Verbrauch) der Welt, Europas und Deutschlands werden regelmässig von verschiedener Seite veröffentlicht. Der Artikel listet die Veröffentlichungen und stellt Links bereit. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. J. Grawe

Energieerntefaktoren bei der Erzeugung elektrischer Energie

Der Erntefaktor gibt - leicht vereinfacht - in der Energiewirtschaft wieder, um wie viele Male die Erzeugung einer Energieanlage während ihrer Lebensdauer die zur Herstellung der Anlage benötigte Energiemenge übertrifft. Der Begriff ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit der Nutzung regenerativer Energiequellen. … mehr

Aussagen anderer Fachleute

Eisenbeiß
Dr. G. Eisenbeiß

Energieforschung als strategischer Sektor der Energiepolitik

Vortrag (pdf, 40 kB)

 

Forschungsförderung Kernenergie 1956 bis 2002 - Anschubfinanzierung oder Subvention ?
(pdf, 200 kB; Quelle: atomwirtschaft, 01-2004)

Hintergrundmaterial

Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Kann die Energiewende erfolgreich durchgeführt werden?

Die Energiewende hat das Ziel, die Stromversorgung in Deutschland bis 2050 mindestens zu 80 % aus "Erneuerbaren Energien" zu bestreiten. Ob das Notwendig zur Abwehr einer erheblichen Not bzw. Gefahr ist, wird im Beitrag Wie notwendig ist die Energiewende? untersucht. Hier wird der Frage nachgegangen, ob es - sei es nun Notwendig oder nicht - überhaupt erfolgreich durchführbar ist.
Die Durchführbarkeit der Energiewende kann durch 2 Arten von Gründen in Frage gestellt sein: Physikalische und soziale. Bei den letzteren versagen die Menschen der Energiewende ihre Unterstützung, physikalische Verhinderungsgründe sind sachliche Zusammenhänge, die eine erfolgreiche Durchführung unmöglich machen, auch wenn die Menschen sie wollen. … zum Artikel (pdf, rd. 120 kB)

Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Wie notwendig ist die Energiewende?

Notwendig ist ein Mittel dann, wenn eine erhebliche Not bzw. Gefahr besteht oder droht, die mit diesem Mittel abgewendet werden kann, ohne dieses Mittel aber nicht. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit das für das Mittel "Energiewende" zutrifft. Die Notwendigkeit der Energiewende wird insbesondere mit 3 Argumenten begründet:

  • Dem Klimaproblem,
  • der Begrenztheit der fossilen Energievorräte und
  • der Abhängigkeit von politisch instabilen Energie-Lieferländern.
Aus heutiger Sicht können alle 3 Argumente nicht überzeugen. … zum Artikel (pdf, rd. 120 kB)
A. VossProf. Dr.-Ing. A. Voß

Wege der Energiewirtschaft zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Aus dem Inhalt: Bestandsaufnahme der Energieversorgung Deutschlands, CO2-Emissionen und Klimaschutz, Energiepreise, CO2-Vermeidungskosten, Nachhaltige Versorgung – Was ist das?, Stromerzeugungssysteme auf dem Prüfstand, Rohstoff- und Materialaufwand, Externe Kosten, Vollkosten, Szenarien der Entwicklung, durchschnittliche Stromkosten … zur Präsentation des Vortrags (pdf, rd. 2,5 MB) vom Mai 2011.

Strom TV

Energieversorgung: Die Rahmenbedingungen richtig setzen

„Um eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung zu erreichen, braucht es funktionierende Märkte. Voraussetzung dafür sind ausgeklügelte Markteingriffe seitens der öffentlichen Hand. Solche Interventionen bestehen einerseits aus Reformen auf den Energiemärkten, andererseits aus wirtschaftspolitischen Massnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien und zur Erhöhung der wirtschaftlichen Energieeffizienz.“
Link zum Newsletter des Energy Science Centers der ETH Zürich (pdf, 556 kB)

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB, 2010; Link zu vgb.org)

Energiespiegel COver

Nachhaltige Elektrizität: Wunschdenken oder bald Realität?

Energiespiegel – eine Publikations des Paul-Scherrer-Instituts (PSI, Villigen, CH Sommer 2010). Aus der Ankndigung der Publikation:

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Kaum ein Begriff wird so oft gebraucht wie auch missbraucht. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung ist wohl unbestritten, aber was bedeutet das konkret im Energie- und Stromsektor? Kann die Nachhaltigkeit von Energiesystemen objektiv gemessen werden? Welche Technologien schneiden dabei gut ab? Die jüngste Forschung am PSI zeigt, dass es derzeit keine optimale Lösung gibt und dass es darauf ankommt, wo wir unsere Prioritäten setzen. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des PSI Energie-Spiegels.“ … mehr (pdf, rd. 2 MB, Link zum PSI)

Cover Förderfontsvertrag

Förderfontsvertrag

Vertrag zwischen der Bundesregierung und den Betreibern der Kernkraftwerke aus dem September 2010 (In den Medien auch als „Geheimvertrag“ bezeichnet.) … mehr (pdf, rd. 450 kB)

COver Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

A. VossProf. Dr.-Ing. A. Voß

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI): Energieprognose 2009 bis 2030

Die Energieprognose wurde vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftforschung (ZEW), Mannheim, erarbeitet.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland wird bis zum Jahr 2030 um 21 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007 zurückgehen. Verantwortlich dafür sind vor allem deutliche Steigerungen bei der Energieproduktivität. Die Nachfrage nach Elektrizität wird bis zum Jahr 2030 steigen. Dies liegt vor allem an dem fortgesetzten Trend zu Singlehaushalten. Um den steigenden Stromverbrauch hierzulande zu decken, wird zunehmend Strom aus dem Ausland importiert werden müssen. Energieprognose 2009 bis 2030 (Link zum IER)

Cover Hundt Heliane

Kein Systemkonflikt zwischen Erneuerbaren Energie und Kernkraft

Längere Laufzeiten der Kernkraftwerke stehen erheblichem Ausbau Erneuerbarer Energien nicht entgegen. zur Studie (pdf, rd. 8 MB)

(Anschlussstudie der unten beschriebenen Studie „Verträglichkeit von erneuerbaren Energien und Kernenergie im Erzeugungsportfolio“

Dietmar Ufer
Dr. D. Ufer
Analyse der energiewirtschaftlichen Situation 2005 in Deutschland (pdf, 215 kB )
A. Voss
Prof. Dr.-Ing. A. Voß
Eine Übersicht von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich im Foliensatz
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)
 

Multilaterale energietechnische Zusammenarbeit
(Verbindung zum G8-Aktionsplan für Klima, Energie und nachhaltige Entwicklung) (pdf, 80 kB)

Investitionen im liberalisierten Energiemarkt: Optionen, Marktmechanismen, Rahmenbedingungen
Download
der Kurzfassung (pdf, 130 kB, Link zum Bremer Energie Institut)
Download
der Langfassung (pdf, 6 MB, Link zur VDEW)

Zur Sicherheits- und Umweltphilosophie energietechnischer Anlagen (pdf, 150 kB)

Links

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Verstehen Sie das EEG und die Strompreise?

Stromversorgung im Strompreis-Irrgarten

Steigende Strompreise werden immer mehr zum Ärgernis. Die Vorwürfe an die vermeintlichen Verursacher dieser Entwicklung, sind wohlfeil. Es sind immer die Anderen. Die Vorwürfe sind oft widersprüchlich oder sind falsch.

Die am 18. Jan. '14 von Minister Gabriel bekannt gewordenen Absichten zur Verminderung der ständigen steigenden Strompreise, überzeugen nicht. Solange die „Erneuerbaren“ Vergütungen erhalten, die erheblich über den Erzeugungskosten der konventionellen Kraftwerke liegen, wird auch die EEG-Umlage grundsätzlich steigen müssen. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

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Schweiz: Strombranche soll Risiko tragen

Bundesrätin Leuthard redet der Elektrizitätsbranche am Jahreskongress ins Gewissen

„Das Energieszenario des Bundesrats ist laut Bundesrätin Doris Leuthard nur eine Orientierungshilfe. Ein Abschluss des Stromabkommens mit der EU sei 2012 möglich, doch die Schweiz müsse sich dafür bewegen.“ … zum Artikel (Link zu nzz.ch, der Neuen Zürcher Zeitung; Titel und Texte: NZZ, 18. Jan. '12)
 

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Energie-Autarkie von Gemeinden und Regionen - ist diese möglich?

Eine "Autarke Energieversorgung" von Gemeinden und ggf. Regionen wird, auch in Verbindung mit der sog. "Dezentralen Energieerzeugung", als die einzige zukunftsträchtige und von den Bürgern akzeptierte Versorgungstechnik beurteilt. Die Randbedingungen und Grenzen dieses Konzeptes werden dargelegt. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Die energie-autarke Gemeinde Güssing in Österreich – ist diese wirklich "autark"?

Die Problematik der Realisierung von sogenannten energie-autarken Gemeinden, Städten, Regionen etc. werden anhand der sog. „energie-autarken“ Gemeinde Güssing (Österreich) beschrieben. … mehr im Blog von Eberhard Wagner bei WordPress.com

TABBüro für Technikfolgen-Abschätzung beim Dt. Bundestag (TAB)

CO2-Abscheidung und -Lagerung bei Kraftwerken

Die gegenwärtige Energieversorgung in Deutschland und in der EU beruht zu über 80 % auf fossilen Energieträgern, bei deren Nutzung Kohlendioxid (CO2) entsteht, das zum vom Menschen gemachten Klimawandel beiträgt. Zur Minderung von Treibhausgasemissionen wird zurzeit daran gedacht, CO2 aus dem Abgasstrom von Kraftwerken und Industrieanlagen abzutrennen und anschließend in unterirdische Lagerungsstätten zu verbringen. Der Bericht schliest das Spannungsfeld zwischen «sauberer» Nutzung der Kohle und langfristig unkalkulierbaren Risiken auf. … mehr (Link zum Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag)

 

Internationale Energieagentur (International Energy Agency - IEA)
(Link zu iea.org)

Erdölbevorratungsverband (Link zu EBV-oil.de)