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Energie- und Stromverbrauch weltweit, in der EU und in Deutschland
 Veröffentlicht: August 2004; Aktualisiert: März 2010, Feb. 2012, Nov. 2012; Jan '13, Mai '13

Energie- und Stromverbrauch weltweit, in der EU und in Deutschland

Wo finde ich die jeweils aktuellen Zahlen?

Von Joachim Grawe
(
Joachim.Grawe@energie-fakten.de)Grawe

Daten über die Energieversorgung (Gewinnung, Umwandlung, Verbrauch) der Welt, Europas und Deutschlands werden regelmässig von verschiedener Seite veröffentlicht, u. a.

  1. vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie
  2. den großen Miniralölgesellschaften (BP, ESSO, Shell - sowohl Konzernmütter wie deutsche Töchter),
  3. dem Gesamtverband Steinkohle (früher: Gesamtverband des deutschen Steinkohlebergbaus) und
  4. dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V..
  5. Sie werden jedes Jahr vorzüglich zusammengestellt in der Schrift "Energie für Deutschland", herausgegeben vom Deutschen Nationalen Komitee des Weltenergierates (DNK).

Nachtrag

Zu Recht bin ich von einem Leser darauf hingewiesen worden, dass die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für die Daten zur deutschen Energieversorgung eine zentrale Rolle spielt. Diese Arbeitsgemeinschaft sammelt die Daten staatlicher Stellen (Statistische Ämter) und der Verbände, gleicht sie miteinander ab und stellt auf dieser Grundlage die jährlichen Energiebilanzen auf. Sie wird getragen von den Verbänden der Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Die Geschäftsführung liegt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, (Link zu www.diw.de) das auch die Daten-Bearbeitung vornimmt.

Prognosen der Internationalen Energie Agentur

Die Internationale Energie Agentur (IEA) veröffentlicht alljährlich Prognosen zum Energieverbrauch, Emissionen von Klimagasen (vor allem: Kohlendioxid CO2) usw. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg veröffentlichen die Energie-Fakten Zusammenfassungen aus denen die Leser die Trends im Bereich Energie entnehmen können. Sie sind eine wesentlicher Fakten-Beitrag für Studienarbeiten, Referate und Facharbeiten. Zur Zusammenfassung der Prognose: Energy Outlook 2011: Was gibt es Neues zur Entwicklung des Energieverbrauchs der Welt? Und wo bleibt der Klimaschutz? Weitere Links sind im Bereich „Siehe auch“ angegeben. [red. kt]

Prognosen zur Kernenergie / Atomkraft

Unter dem Titel Werden weltweit mehr Kernkraftwerke (AKW) stillgelegt, als gebaut werden? Setzt „die Welt“ in Zukunft weniger auf Kernkraft? wurde der Frage nachgegangen, wie die Zukunft der Kernenergie weltweit aussieht. Auch nach Fukushima weitet sich die Nutzung der Kernkraft aus. [red. kt, Juni '12]

Prognosen zur Höhe der EEG-Umlage

Die Übertragungsnetzbetreiber (50 Hz, Amprion, TenneT und Transnet BW) haben auf der Seite www.eeg-kwk.net eine Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber gegründet. Dort finden sich Hintergrundmaterialen zu EEG, KWK und einigen weiteren speziellen Themen. [red. kt, Mai '13]

Prognosen über die Zukunft des weltweiten Kraftwerksparks

„Der traditionelle, globale Kraftwerkspark befindet sich aus vielerlei Gründen im Wandel. Fraglos war es in den Tagen nach Fukushima vorschnell, ein rasches Ende der friedlichen Nutzung der Kernenergie vorauszusagen. In den kommenden beiden Dekaden wird der frisch entbrannte Gas/Kohle-Wettbewerb auf dem Strommarkt nicht zu dem einen, dem «globalen Gewinner» führen. Während in den USA das Erdgas seinen Siegeszug fortsetzt, bleibt Kohle in Asien die Nr. 1. In Europa gewinnt das Stromerzeugungsbild an Farbe: Während Deutschland auf Erneuerbare setzt, bleibt Frankreich bei Kernenergie und andere Länder präferieren weiter die Kohle. Der in den beiden kommenden Dekaden weiter expandierende «Stromhunger» bietet ausreichend Platz für die Koexistenz der unterschiedlichsten Stromerzeugungsalternativen.“ Die Studie Globaler Kraftwerkspark: Wandel durch unkonventionelle und grüne Energien (pdf, rd. 400 kB) kann bei der Deutschen Bank herunter geladen werden. (Der Text wurde aus der Ankündigung der Studie durch die Deutsche Bank zitiert.)

 

Siehe auch

Diese Antwort entstand auf die Frage eines Lesers im August 2004 und seitdem mehrmals aktualisiert.

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