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Aspekt Potentiale

Folgende Artikel, Fragen (FAQ) und Links haben wir zu dem Aspekt Potential veröffentllicht. Wir haben sie unterteilt in die Bereiche

Ferner finden Sie Hintergrundmaterial und Links. Da ein Artikel durchaus mehrere Aspekte behandeln kann, können Artikel unter mehreren Aspekten gelistet sein. Artikel müssen jedoch nicht alle Aspekte behandeln.

Eigene Beiträge

Klima & Klimaschutz

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Rolle können die einzelnen Energieträger bei der Abwehr der Klimagefahren spielen?

Notwendigkeiten: Die große Mehrheit der Experten hält es für erforderlich, zur Abwehr drohender Klimagefahren die menschengemachten Freisetzungen von Kohlendioxid (CO2) weltweit bis 2005 um 20 %, bis 2020 um 50 % und längerfristig um 66 % zu reduzieren. Die Industrieländer werden den größten Beitrag hierzu leisten müssen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Was sind „No-regret-Maßnahmen“ im Klimaschutz?

Klimaschutz ist zweifelsfrei eines der am meisten diskutierten Themen unserer Zeit. Zwei Meinungen stehen sich konträr gegenüber: Die Einen meinen, er wäre die wichtigste Aufgabe, die wir Erdenbewohner in der ersten Hälfte des 21. Lahrhunderts haben. Jede Anstrengung hierfür wäre gerechtfertigt. Die Anderen bezweifeln, dass der Mensch das Klima überhaupt beeinflussen kann. Sie befürchten, dass die enormen Summen für den Klimaschutz für andere, wesentlich wichtigere Aufgaben fehlen. … mehr (siehe insbes. auch die Langfassung)

Eike Roth
Dr. E. Roth

Klimaänderungen - ist der Mensch Schuld daran?

Klimadiskussionen haben Hochsaison. „Die Wissenschaft ist sich einig: Das Klima ändert sich, der Mensch ist schuld daran und ohne einschneidende Gegenmaßnahmen werden die Folgen katastrophal sein“, sagen die Einen. „Stimmt nicht, es gibt keinen Konsens, die Treibhaustheorie ist falsch, das Klima hat sich immer schon geändert, wir Menschen können es gar nicht beeinflussen, die Gegenmaßnahmen sind wirkungslos und werden die Wirtschaft kaputt machen“, sagen die Anderen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Klimagefahren – Wie viel kann uns die Kernenergie helfen?

Auch wenn der Mensch als Klimaverursacher noch nicht zweifelsfrei fest steht, besteht doch ein weitgehender Konsens dahingehend, dass wir dringend vorbeugende Maßnahmen ergreifen müssen. Kernenergie wird vielfach als hierfür geeignet angesehen: Sie kann wirtschaftlich und im großen Maßstab eingesetzt werden. Zugleich schont sie die Rohstoffreserven und verringert die Importabhängigkeit im Energiebereich. Andere halten die Kernenergie aus den verschiedensten Gründen für ungeeignet. Was davon stimmt, soll in diesem Beitrag untersucht werden. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Regenerative Energien – immer ein Schritt in die richtige Richtung ?

Der Mensch steht in Verdacht, das Klima zu verändern. Wirkliche Beweise hierfür gibt es noch nicht, aber es besteht doch ein weitgehender Konsens dahingehend, dass wir vorsorglich etwas gegen drohende Klimagefahren tun müssen. Häufig werden regenerative Energien als ein ganz besonders geeignetes Mittel hierfür angesehen. Auch wenn sie zum Teil noch nicht technisch ausgereift und vielfach (noch?) nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, werden sie zumindest als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet, den wir auf jeden Fall tun sollten, falsch könne man dabei nichts machen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Abwehr drohender Klimagefahren – Was bedeutet das?

Menschengemachte Klimaänderungen sind nicht wirklich bewiesen, aber doch sehr wahrscheinlich. Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass wir dringend etwas gegen die daraus drohenden Gefahren tun müssen. Auch über das Ausmaß des erforderlichen Tuns besteht – jedenfalls in abstrakten Formulierungen – weitgehend Einigkeit: Bis etwa Mitte dieses Jahrhunderts müssen wir die weltweiten Freisetzungen von CO2 (und anderen Treibhausgasen) auf die Hälfte des heutigen Wertes reduzieren, längerfristig sogar noch weiter. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Was hat es mit den handelbaren Emissions-Zertifikaten auf sich?

Als neues Instrument zur Verminderung der Umweltbelastungen steht der Handel mit Emissions-Zertifikaten in Europa vor der Einführung. Die USA (in Bezug auf Schwefeldioxid), aber auch multinationale Unternehmen für ihre internen Aktivitäten verfügen schon über Erfahrungen damit. … mehr

Energieeinsparung

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Umweltprobleme der Energieversorgung sind die wichtigsten?

Ohne Energiezufuhr gibt es kein Leben. Und wenn viele Menschen „gut“ leben wollen, brauchen sie viel Energie. Unsere Energieversorgung beeinflusst aber unvermeidbar auch unsere Umwelt. Wie und wie sehr, hängt von der Art der Energieversorgung ab. Sind diese Einflüsse zu groß, sprechen wir von Umweltproblemen. Die wichtigsten Umweltprobleme unserer Energieversorgung werden in dem Artikel erläutert. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Kann man mit Strom Energie sparen?

"Strom ist nicht gleich Energie" lautete der Titel eines berühmten Vortrags. Auf Strom entfallen nur etwa 18 Prozent des Energieverbrauchs. Größeres Gewicht haben die aus fossilen Brennstoffen (Kohle, Öl, Erdgas) gewonnene Heiz- und industrielle Prozeßwärme sowie die Treibstoffe. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Abwärme: Kann man das Kühlwasser von Kraftwerken nutzen?

Als Argument gegen konventionelle Kraftwerke und Kernkraftwerke wird immer wieder ihr relativ niedriger Wirkungsgrad vorgebracht: 2/3 der Energie gingen bei ihrem Betrieb verloren, man solle sie daher besser nicht nutzen. Was stimmt davon? … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was ist und was bringt die Wärmepumpe ?

Mit Hilfe von Wärmepumpen kann Wärme niedriger Temperatur genutzt werden, bes. zur Heizung, Warmwasserbereitung und Klimatisierung bzw. Wärmeregulierung. Die Wärme wird vor allem dem tieferen (Erdwärme) oder bodennahen Erdreich (gespeicherte Solarenergie) entzogen. Aber auch Grundwasser und Oberflächengewässer sowie Aussenluft eignen sich als Wärmequelle. Im letzteren Fall muss an kalten Wintertagen eine konventionelle Heizung oder ein elektrischer Heizstab die Wärmepumpe ergänzen oder sogar ersetzen. Mittels eines Kompressors wird die Wärme auf die benötigte Temperatur (bis 65 °C) angehoben. Elektrische Wärmepumpen sind ein ideales Heizsystem für Ein- und Zweifamilienhäuser, insbesondere in nicht mit Fernwärme oder Erdgas versorgten Gebieten. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Ist das 3-Liter-Energiespar-Haus realistisch?

Ein Qualitätsmerkmal von Autos ist der Treibstoffverbrauch in Liter je 100 Kilometer Fahrstrecke. Ähnlich ist bei Wohngebäuden der Energiebedarf ein Kennzeichen für deren Qualität. Er kann als Primärenergiebedarf in Kilowattstunden je Quadratmeter Nutzfläche und Jahr [kWh/(m2a)] angegeben und unter Normbedingungen ermittelt werden: Dabei sind die Güte der Wärmedämmung und die Gebäudedichtheit ebenso entscheidend wie das Vermögen, mit den Fenstern Sonnenenergie einzufangen und Wärme zu speichern. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Wie energiesparend sind moderne Heizkessel?

Von den etwa 31 Millionen beheizten Wohnungen in Deutschland sind rund 75 % älter als 25 Jahre. In diesen Wohnungen werden 95 % der Heizwärme verbraucht. Dies verdeutlicht: Bei den Anstrengungen für eine sparsame Energieverwendung und für einen wirksamen Umweltschutz im Bereich der Haushalte steht vor allem der Gebäudebestand im Mittelpunkt. Denn ältere Gebäude weisen eine aus heutiger Sicht oft unzureichende Wärmedämmung und eine teilweise veraltete Heiztechnik auf. … mehr

Regenerative Energie

Kaltschmitt
Dr. M. Kaltschmitt

Potenziale regenerativer Energien – Was ist realistisch machbar?

Die technischen Strom- und Wärmeerzeugungspotenziale in Deutschland sind beachtenlich und sehr wohl energiewirtschaftlich relevant; ihrer Erschließung stehen aber eine Vielzahl nachfrageseitiger und ökonomischer Restriktionen entgegen; letztere wurden durch energiepolitische Weichenstellungen (z.B. EEG) der letzten Jahre verändert. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Wie stehen die Aussichten für Solares Kühlen?

Der Energiebedarf für Klimatisierung und Kälte steigt weltweit: Sich mit dem technischen Fortschritt wandelnde Arbeitsbedingungen und wachsender Wohlstand erweitern das Bedürfnis nach passend temperierten Räumen. In heißen, sonnenreichen Regionen ist die Klimatisierung nicht selten sogar eine Grundvoraussetzung für die weitere Entwicklung. Längerfristig muss nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Industrialisierung heutiger Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem weltweit erheblich wachsenden Klimatisierungsbedarf gerechnet werden. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wieso gelten Sonne, Wind und Wasser als erneuerbar?

Im normalen Sprachgebrauch bedeutet die Nachsilbe „bar“, dass der Mensch etwas tut bzw. tun kann. „Lösbar“ ist z. B. eine Aufgabe, wenn wir sie lösen können, „erneuerbar“ ist etwas, wenn wir es erneuern können. Da Energie physikalisch gesehen aber nicht erzeugt, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann, kann es genau genommen gar keine „erneuerbaren Energien“ geben. In nicht ganz korrektem, aber eingebürgertem Sprachgebrauch wird „erneuerbar“ bei Energien jedoch in der Bedeutung von „sich erneuernd“ bzw. „regenerativ“ verwendet. Bei diesen Energien sind es zwar nicht wir Menschen, die sie erneuern, sondern sie tun das von selbst, bzw. die Natur stellt sie uns immer wieder erneut zur Verfügung. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welche Bedeutung hat die Wasserkraft für Deutschland?

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Wasserkräfte zunehmend zur Elektrizitätsversorgung eingesetzt. Die Vorteile gegenüber den damaligen (noch kleinen) Wärmekraftwerken waren handgreiflich: Keine Kohlentransporte, hohe Betriebssicherheit, Versorgungssicherheit. Trotz hohen Kapitalbedarfs zum Bau waren die Kraftwerke durch sehr lange Lebensdauern konkurrenzfähig. Das älteste größere und noch heute in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Rheinfelden mit einer maximalen Generator-Leistung von 26 Megawatt liefert seit 1898 Strom (zum Teil mit Anlagen der Erstausstattung!). … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum kommt bei Ihnen die Solarenergie so schlecht weg?

Die Solarenergie kommt in den „Energie-Fakten“ keineswegs „schlecht weg“. Sie wird allerdings nicht – wie andernorts oft – euphorisch verfärbt, sondern realistisch beurteilt. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum baut man in Deutschland nicht große Sonnen-Kraftwerke wie in Kalifornien?

Sie haben in Kalifornien wahrscheinlich die Solarfarm-Kraftwerke an der Kramer Junction, einer Straßenkreuzung in der Mojave-Wüste, gesehen. Dort sind insgesamt neun Anlagen mit zusammen 345 Megawatt (MW; 1 MW = 1.000 Kilowatt - kW) Leistung in Betrieb. Die letzte (und mit 90 MW größte) davon wurde 1990 fertiggestellt. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Zu welchen Ergebnissen kommt die neue umfassende Studie zum Ausbau der Windenergie ("dena-Netzstudie")?

Im Auftrag der bundeseigenen „Deutschen Energie-Agentur (dena)“ hat ein Konsortium aus Wissenschaftlern sowie Fachleuten des Bundeswirtschaftsministeriums, der Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen und von Stromversorgern die groß angelegte Studie „Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020 (dena-Netzstudie)“ erarbeitet. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welchen Beitrag können die regenerativen Energien leisten?

Einen großen, für Klimaschutzzwecke aber trotzdem zuwenig!
Regenerative Energien sind alle jene Energien, die sich von selbst erneuern, also praktisch unerschöpflich sind, solange sie nicht stärker genutzt werden, als ihrer Erneuerungsrate entspricht. In der Praxis gelten wesentlich engere Grenzen. Diese können zwar verschoben werden, jedoch nur relativ langsam. Der mögliche Beitrag hängt also nicht nur vom Bedarf und vom Preis ab, den wir für die Regenerativen zu bezahlen bereit sind, sondern auch vom Betrachtungszeitraum, für den die Frage beantwortet werden soll. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wie ist das mit der Erdwärme?

Vor allem auf Grund von Zerfällen natürlicher radioaktiver Elemente steigt die Temperatur der Erde je 100 m Tiefe um 3 °C. In vulkanischen Gebieten werden schneller höhere Untergrund-Temperaturen erreicht (Geothermische Anomalien) Hier kann die Erdwärme genutzt werden, wenn zugleich Warmwasser-Lagerstätten vorhanden sind. Das Wasser dringt entweder in Thermalquellen oder Geysiren nach oben, oder es muss erbohrt werden.… mehr (siehe insbes. auch die Langfassung)

R. Dupont
Dipl.-Ing.
R. Dupont
Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was ist von Offshore-Windparks zu halten?

Die Energiepolitik will aus Gründen des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens die zukünftige Energieversorgung wesentlich durch eine erhebliche Nutzung erneuerbarer Energien sicherstellen. Auf absehbare Zeit können merkbare Beiträge bei der Stromversorgung (außer durch bereits seit langem genutzte Wasserkraft) nur durch die Windenergie erbracht werden. Der weitere Bau solcher Anlagen auf dem Festland und auf Inseln stößt jedoch vermehrt auf Hindernisse … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Holzpellets: Was können sie wirklich?

Holzpellets haben Hochkonjunktur. Sie können – so heißt es jedenfalls allgemein - billige Energie bereitstellen, erschöpfbare Energieressourcen schonen, unsere Abhängigkeit von politisch instabilen Ländern reduzieren und vor allem können sie einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Fereisetzungen leisten. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli
 

Was können Biogas und Bioerdgas zur Energieversorgung Deutschlands beitragen?

Die deutsche Energiepolitik strebt im Rahmen der Vorhaben zum Klima- und Ressourcenschutz das Ziel an, im Jahr 2030 rund 10  % des Erdgasaufkommens durch Biogas bzw. Bioerdgas zu ersetzen. Dies wären – wenn  künftig gleich viel Erdgas wie heute verwendet würde – jährlich etwa 9 bis 10 Milliarden Normkubikmeter (Mrd. m3) Bioerdgas bzw. rund 2 bis 2,5 % des jährlichen Primärenergieverbrauchs in Deutschland. Für den Anbau der entsprechenden Biomasse wären etwa 2 Millionen Hektar der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland von 17 Millionen Hektar notwendig. … mehr

 

Potenzial der Wasserkraft in Deutschland: siehe Hintergrundmaterial

Fossile Energien

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Warum ist der elektrische Wirkungsgrad von Kernkraftwerken in der Regel niedriger als der von Kohlekraftwerken?

Sowohl Kernkraftwerke als auch Kohlekraftwerke sind Wärmekraftwerke. In ihnen wird zunächst Wärme erzeugt – in den Kohlekraftwerken durch Verbrennung, in den Kernkraftwerken durch Kernspaltungen. Die Wärme in Form von Wasserdampf wird dann in Turbinen in mechanische Arbeit (Energie) und danach in Generatoren in Strom umgewandelt. Der sog. elektrische Wirkungsgrad von Kraftwerken ist ein Maß für die Güte der Energieumwandlung. Er ist das Verhältnis aus der Ziel-Energiemenge, also Elektrizität, und der eingebrachten Energiemenge in Form von Brennstoff. Der Wert ist immer kleiner als Eins bzw. 100 Prozent (%). …mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Warum haben Wärmekraftwerke einen relativ niedrigen Wirkungsgrad?

Wärmekraftwerke sind das Rückgrat unserer Stromversorgung. Sie wandeln Wärmeenergie zunächst in mechanische Arbeit und diese dann in Strom um. Ihr Wirkungsgrad liegt typischerweise zwischen etwa 30 und 50 %. Das heißt, dass bei ihnen nur rund die Hälfte oder noch weniger der zunächst erzeugten Wärmeenergie anschließend als Strom zur Verfügung steht, der Rest geht ungenutzt in die Umgebung. „Energieverschwender” ist daher ein häufig gehörtes Urteil, diese Kraftwerke sollten möglichst bald durch „bessere” Kraftwerke ersetzt werden. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Welche Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub entstehen bei den verschiedenen Energiesystemen?

Bei der Verbrennung von Kohlen und Erdölprodukten sowie Erdgas entstehen – neben dem klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) – als wichtigste Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Deren Menge bzw. Anteile am Rauchgas hängt ab von der Zusammensetzung des Brennstoffs, der Verbrennungstechnik und dem Aufwand bei der Rauchgasreinigung. … mehr
Eine Übersicht (und weitere Diagramme) von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich in der PowerPoint Präsentation
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)

Kernenergie

Schilling
Prof. Dr. H.-D.
Schilling

Welche Bedeutung hat die Kernenergie für die Welt ?

6 Milliarden (Mrd.) Menschen leben heute auf der Erde. Jeder von ihnen verbraucht im Durchschnitt jährlich die 2 Tonnen (t) Steinkohle entsprechende Energiemenge, in den Entwicklungsländern meist sehr viel weniger, in den Industrieländern mehr. Die Weltbevölkerung wächst weiter. 2050 werden 9 Mrd. Menschen erwartet. Heute decken Kohle, Erdöl und Erdgas fast 90 % des Welt-Energiebedarfs. Anteil und Menge dieser fossilen Energieträger müssen wegen der Begrenztheit der Vorräte und zum Klimaschutz bis 2050 drastisch gesenkt werden. Energiesparen, höhere Nutzungsgrade und Substitution durch Regenerative Energien reichen dafür nicht aus.  … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe
Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Kann Kernenergie mit Sonnenenergie konkurrieren ?

Rein mengenmäßig überwiegt die von der Sonne auf die Erde eingestrahlte Energie bei weitem. Sie ist mehr als 10.000 Mal größer als der gesamte menschliche Energiebedarf und von diesem wird wohl stets höchstens ein Teil durch Kernenergie gedeckt werden. In der physikalischen Gesamtmenge kann die Kernenergie mit der Sonnenenergie daher nicht konkurrieren. Die physikalische Gesamtmenge sagt aber noch nichts über die praktisch nutzbare Menge aus. … mehr

Markus  Zink
M. Zink

Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke –
Wie lange können Kernkraftwerke sicher betrieben werden?

Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke ist der so genannte „Atomkonsens“. Durch diese Vereinbarung wurden die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke limitiert, indem die noch zu produzierenden Strommengen festgesetzt wurden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die deutschen Kernkraftwerke nicht auch über diese vereinbarte Restlaufzeit hinaus sicher betrieben werden könnten. … mehr

Schmidt-Küster
Dr. W.
Schmidt-Küster

Warum braucht Finnland ein neues Kernkraftwerk?

Finnland baut ein neues Kernkraftwerk. Nach einer generellen Neubewertung der Kernenergie in den USA, einer ausdrücklichen Empfehlung der EU-Kommission zum weiteren Einsatz der Kernenergie und verschiedenen positiven Signalen aus anderen EU-Ländern ist dies der erste konkrete Schritt zur Wiederaufnahme des Baues von Kernkraftwerken im OECD-Raum. Andere werden wahrscheinlich folgen. Finnland begründete seine Entscheidung im wesentlichen mit dem steigenden Strombedarf und der Notwendigkeit, die CO2-Freisetzungen entsprechend den Kioto-Verpflichtungen zurückzufahren. … mehr

Wingender
Dr. phil. nat. H.-J. Wingender

Schwerter zu Pflugscharen – Megatonnen zu Megawatt:
Kann Atomwaffenmaterial für friedliche Zwecke genutzt werden?

Die Großmächte hatten während des Kalten Krieges riesige Mengen an Atomsprengköpfen angesammelt. Insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Verhandlungen darüber geführt, wie die Zahl der Atomsprengköpfe reduziert werden kann und wie das Atomwaffenmaterial so aus dem Verkehr gezogen werden kann, dass es nicht mehr zur Herstellung von Atomwaffen benutzt werden kann. … mehr

Einfluß der Rohstoffpreise auf eine zukünftige Energieversorgung

Dr. Herrmann

Dr. Dieter Herrmann

Welche Auswirkungen hat eine weltweite Verteuerung von Rohstoffen auf die künftige Entwicklung der Energieversorgung?

Zwischen Mitte 2003 und Frühjahr 2004 sind die Preise vieler nicht-energetischer Rohstoffe auf den Weltmärkten sprunghaft angestiegen. Rohstoffpreise waren plötzlich ein öffentliches Thema. Vor allem von China mit seiner boomenden Wirtschaft wurde berichtet, dass es im großen Stil einkauft. Inzwischen hat sich dieser Preisauftrieb etwas verlangsamt. Seinen Platz im öffentlichen Bewusstsein hat die noch stärker spürbare Verteuerung von Erdöl und Erdgas eingenommen. Dennoch bleibt die Frage, ob nicht ein Zusammenhang zwischen beidem besteht, und wie es weiter geht, sowohl mit den Rohstoff- als auch den Energiepreisen? … mehr Veröffentlicht: 20. Oktober 2005

Dr. Herrmann

Dr. Dieter Herrmann

Bestätigen neuere Entwicklungen eine Trendwende globaler Rohstoffversorgung?

Bei anhaltendem Preisanstieg lohnen sich verstärkte Anstrengungen zu Einsparung und Substitution sowie zur Ausweitung von Recycling und primärer Rohstoffproduktion. Aber diese Maßnahmen verlangen selbst zunächst Vorleistungen an Rohstoff und Material, ehe sie langfristig zur Entlastung der Versorgungslage beitragen. Gleichzeitig sind sie mit erheblich wachsenden Anforderungen an die Energieversorgung verbunden. Deren notwendige Erweiterung wird den Rohstoffbedarf nochmals verstärken. Gleichzeitig dürfte sich die Wettbewerbsfähigkeit materialintensiver Energieversorgungslösungen verschlechtern. … mehr
Veröffentlicht: 12. Oktober 2006

Dr. Herrmann

Dr. Dieter Herrmann

Spielen die hohen Rohstoffpreise überhaupt noch eine Rolle für die Entwicklung der Energieversorgung, wo sich doch heute alles um den Klimaschutz dreht?

dieser Widerspruch besteht nur scheinbar. In Wirklichkeit handelt es sich um unterschiedliche Seiten ein und derselben Medaille, nämlich den unabdingbaren Übergang zu neuen Dimensionen und Formen der Nutzung sowie des Schutzes der Natur. … mehr
Veröffentlicht: 13. Dezember 2007

Dr. Herrmann

Dr. Dieter Herrmann

Was hat die aktuelle weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise mit der Zukunft globaler Energieversorgung zu tun?

Zunächst fällt ins Auge, dass der Ölpreis mit dem offenen Ausbrechen der Krise von Spitzenwerten um 145 $/b Anfang Juli 2008 auf ein relativ stabiles Niveau um die 45 $/b im I. Quartal 2009 zurückgefallen ist. Die analoge Aussage gilt übrigens auch für die Rohstoffpreise, die ihr Maximum aber schon Anfang März 2008 erreicht hatten. Allerdings werden diese Preisrückgänge, die dem dramatischen Konjunktureinbruch geschuldet sind, kaum von langer Dauer sein. Konjunkturelle Wiederbelebung, Nachholbedarf der Entwicklungs- und Schwellenländer sowie globales Bevölkerungswachstum lassen wieder höhere Preise und einen künftig noch bedeutenden Ausbau der Rohstoff- und Energieversorgung erwarten. … mehr
Veröffentlicht: 5. Mai 2009

Wasserstoff

Dr. Lindner
Dr L. Lindner

Wie sind die Aussichten einer solaren Wasserstoffwirtschaft?

Wasserstoff wird häufig als Energieträger der Zukunft genannt, ist aber als Rohstoff in der Natur nicht direkt verfügbar. Er muß erst einmal hergestellt werden, denn er kommt in der Natur nur in gebundener Form vor. Dazu muß er erst in aufwendigen Verfahren aus fossilen Energieträgern oder durch Elektrolyse hergestellt werden. Die Wasserstoffherstellung aus fossilen Rohstoffen macht langfristig keinen Sinn, da diese endlich sind und auch noch künftigen Generationen erhalten bleiben sollten. Deshalb wird häufig die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse von Wasser mit Solarstrom in die Diskussion gebracht. … mehr

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Führt die globale Wasserknappheit zu neuen Anforderungen an die Energieversorgung?

Wasser ist für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen von großer Bedeutung, aber 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, alle 20 Sekunden stirbt ein Kind wegen ungesunden Wassers. Wenn die Weltbevölkerung von heute 7 auf voraussichtlich 9 Milliarden in 2050 angewachsen sein wird, wird der Wasserverbrauch aber dem heutigen Bedarf von 12 Milliarden Menschen entsprechen, weil der Wasserverbrauch etwa doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung. Zwar besteht die Erde, wie auch der Mensch, zu 70 % aus Wasser, aber über 97 % davon bilden die Ozeane, deren Salzwasser außer für Kühlzwecke zu keiner direkten menschlichen Verwendung geeignet ist. … mehr

Hintergrundmaterial & Links

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB; Link zu vgb.org)

Cover Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

 

Dossier Regenerative Energien (pdf, rd. 1 MB)
Stromgewinnung aus regenerativer Wasserkraft in Deutschland: Überblick
Stetiger Anstieg von Strom aus Wasserkraft
Stromgewinnung aus regenerativer Wasserkraft: Potenzialanalyse
Bereits sehr hohe Potenzialausnutzung

Wärmedämmung bei Gebäuden
Link zum IAVG.org