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Aspekt Umweltverträglichkeit

Folgende „Eigene Beiträge” und Fragen (FAQ) haben wir zu dem Aspekt Umweltverträglichkeit veröffentllicht. Wir haben sie unterteilt in die Bereiche

Ferner finden Sie

Da ein Artikel durchaus mehrere Aspekte behandeln kann, können Artikel unter mehreren Aspekten gelistet sein. Artikel müssen jedoch nicht alle Aspekte behandeln.

Eigene Beiträge

Christoph Kottmeier
Prof. Dr. C. Kottmeier

Gibt es wissenschaftlich seriöse Argumente, die gegen eine vom Menschen verursachte Erwärmung des Erdklimas sprechen?

Vom 29. November bis 10. Dezember 2010 findet in Cancún (Mexico) wieder ein Welt-Klimagipfel statt. Vor allem von Ländern, die ein Klimaschutzabkommen ablehnen, werden Zweifel an der Eindeutigkeit der Klimaprognosen vorgebracht, die hier im Licht des neuesten Stands der Forschung bewertet werden sollen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie erzeugt man am Besten heutzutage Strom?

Mit "am Besten" kann - unter anderem - gemeint sein:

  1. hinsichtlich möglichst geringer Kosten (am Billigsten)
  2. hinsichtlich möglichst geringer Risiken und schädlicher Umweltauswirkungen (am Sichersten)
  3. hinsichtlich möglichst geringem Verbrauch begrenzter Ressourcen (am Meisten) und
  4. hinsichtlich möglichst wenig öffentlicher Widerstände (am Bequemsten).

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Rainer Friedrich
Prof. Dr.-Ing. habil.
R. Friedrich

Wie hoch sind die "externen Kosten" der verschiedenen Energie-Techniken bei der Stromerzeugung?

Die Stromerzeugung verursacht Risiken für die menschliche Gesundheit und Schäden an Pflanzen, Ökosystemen und Materialien. Diese unerwünschten, sogenannten externen Effekte sollten bei Vergleichen und Entscheidungen auf konsistente Weise mit berücksichtigt werden. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Umweltprobleme der Energieversorgung sind die wichtigsten?

Ohne Energiezufuhr gibt es kein Leben. Und wenn viele Menschen „gut“ leben wollen, brauchen sie viel Energie. Unsere Energieversorgung beeinflusst aber unvermeidbar auch unsere Umwelt. Wie und wie sehr, hängt von der Art der Energieversorgung ab. Sind diese Einflüsse zu groß, sprechen wir von Umweltproblemen. Die wichtigsten Umweltprobleme unserer Energieversorgung werden in dem Artikel erläutert. … mehr

Burgherr
Dr. P. Burgherr
Burgherr
Dr. S. Hirschberg

In welchem Umfang sind im Energiebereich während der letzten 30 Jahre schwere Unfälle aufgetreten?

Eines der Kriterien für die Nachhaltigkeit von Energiesystemen ist die Risikoarmut. Sie kann anhand des Auftretens schwerer Unfälle in der Vergangenheit oder, soweit das nicht möglich ist, anhand von Modellrechnungen bemessen werden. Als „schwere Unfälle“ gelten solche, bei denen mindestens eine der folgenden Konsequenzen zu verzeichnen war: 5 Todesfälle – 10 Verletzte – 200 Evakuierte – umfassendes regionales Verbot zum Verzehr von Lebensmitteln – Freisetzung von mehr als 10.000 t Kohlenwasserstoffen – erforderliche Reinigung einer Land- oder Wasserfläche von mindestens 25 km2 – ökonomische Schäden von mindestens 5 Millionen US-Dollar. … mehr

 

Zu Reduzierung der Emissionen durch Erhöhung der Wirkungsgrade: siehe Aspekt Wirkungsgrade.

Informationen zum Unfall von Tschernobyl siehe Bereich Kernenergie -> Tschernobyl.

Klimaschutz

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Glauben Sie wirklich, dass durch Atomenergie das Klima gerettet werden kann ?

Im Artikel wird der CO2-Ausstoß div. Systeme zur Erzeugung elektrischer Energie vergleichen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Atomenergie werden anschliessend aufgezeigt. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Kann man das Klimaproblem auch durch Filtern und Speichern von Kohlendioxid lösen ?

Die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) durch den Menschen steht im Verdacht, über den "Treibhauseffekt" das globale Klima zu verändern. Das "Prinzip Verantwortung" fordert von uns vorsorgliche Gegenmaßnahmen, auch wenn noch nicht alle Fragen wissenschaftlich geklärt sind. Energiesparen und die Verwendung CO2-freier Energieformen sind die naheliegenden möglichen Gegenmaßnahmen. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Was hat es mit den handelbaren Emissionszertifikaten auf sich?

Als neues Instrument zur Verminderung der Umweltbelastungen steht der Handel mit Emissionszertifikaten in Europa vor der Einführung. Die USA (in Bezug auf Schwefeldioxid), aber auch multinationale Unternehmen für ihre internen Aktivitäten verfügen schon über Erfahrungen damit. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was besagt und was bedeutet das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz?

Zur Abwehr befürchteter Klimarisiken durch verstärkten Ausstoß sog. Treibhausgase wurde auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro eine Klima-Rahmenkonvention verabschiedet. Nachfolgende Konferenzen sollten Näheres regeln. 1997 einigten sich rd. 150 Staaten im „Kyoto-Protokoll“ auf quantitative Ziele für die Verringerung der Emissionen von sechs wichtigen Spurengasen, darunter Kohlendioxid (CO2) und Methan. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Rolle können die einzelnen Energieträger bei der Abwehr der Klimagefahren spielen?

Notwendigkeiten: Die große Mehrheit der Experten hält es für erforderlich, zur Abwehr drohender Klimagefahren die menschengemachten Freisetzungen von Kohlendioxid (CO2) weltweit bis 2005 um 20 %, bis 2020 um 50 % und längerfristig um 66 % zu reduzieren. Die Industrieländer werden den größten Beitrag hierzu leisten müssen. … mehr

  Weitere Artikel zum Thema Klimaschutz siehe auch Aspekt Klimagefahren.

Stromerzeugung

Mackenthun
Dr. G. Mackenthun

Wie groß sind die Emissionen unterschiedlicher Energieversorgungssysteme?

Wie groß sind die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der unterschiedlichen Stromerzeugungsarten im Vergleich?

Ökobilanz – CO2-Ausstoss unterschiedlicher Energiesysteme. Kernenergie gilt den meisten Bundesbürgern als gefährlich. Sie vergessen dabei, dass auch die Nutzung anderer Energieträger wie Kohle, Öl und Gas ihre Gesundheits- und Unfallrisiken haben. Im Beitrag werden die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der einzelnen Stromerzeugungsarten miteinander verglichen. … mehr
Siehe auch Hintergrundmaterial zu Lebenszyklusanalysen.
P. Borsch
Dr. P. Borsch

Welche Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub entstehen bei den verschiedenen Energiesystemen?

Bei der Verbrennung von Kohlen und Erdölprodukten sowie Erdgas entstehen – neben dem klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) – als wichtigste Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Deren Menge bzw. Anteile am Rauchgas hängt ab von der Zusammensetzung des Brennstoffs, der Verbrennungstechnik und dem Aufwand bei der Rauchgasreinigung. … mehr
Eine Übersicht (und weitere Diagramme) von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich in der PowerPoint Präsentation
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)

Prof. Friedrich
Prof. Dr. R.
Friedrich

Wie hoch sind die „externen Kosten“ der verschiedenen Energie-Techniken bei der Stromerzeugung?

Die Stromerzeugung verursacht Risiken für die menschliche Gesundheit und Schäden an Pflanzen, Ökosystemen und Materialien. Diese unerwünschten, so genannten externen Effekte sollten bei Vergleichen und Entscheidungen auf konsistente Weise mit berücksichtigt werden. Ein Weg hierzu besteht darin, die externen Effekte zu monetarisieren, also in Geldwerte bzw. externe Kosten umzurechnen. Sie können dann untereinander und mit den internen, betriebswirtschaftlich ermittelten Kosten verglichen werden. … mehr

 

Feinstaub-Diskussion 2013
Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe
Dr. Eike Roth
Dr. Eike Roth

Kann Kernenergie mit Sonnenenergie konkurrieren ?

Rein mengenmäßig überwiegt die von der Sonne auf die Erde eingestrahlte Energie bei weitem. Sie ist mehr als 10.000 Mal größer als der gesamte menschliche Energiebedarf und von diesem wird wohl stets höchstens ein Teil durch Kernenergie gedeckt werden. In der physikalischen Gesamtmenge kann die Kernenergie mit der Sonnenenergie daher nicht konkurrieren. Die physikalische Gesamtmenge sagt aber noch nichts über die praktisch nutzbare Menge aus. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Die dänische Energiewirtschaft – ein Modell für Deutschland?

Die stark staatlich gelenkte dänische Energiewirtschaft wird mitunter als Vorbild für Deutschland hingestellt. Bei näherer Betrachtung zeigen sich interessante Entwicklungen, aber auch Besonderheiten, Schwächen und in jüngster Zeit die Abkehr von früheren Bestrebungen.

Dänemark hat etwa die gleiche Fläche wie Niedersachsen, mit 5,3 Millionen aber nur etwa zwei Drittel so viel Einwohner. Schwerindustrie und andere energieintensive Wirtschaftszweige fehlen. Der Energieverbrauch je Einwohner und Jahr ist deshalb etwas niedriger als in Deutschland. Zu 93 % und damit stärker als hierzulande  beruht die Energieversorgung auf fossilen Brennstoffen. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum kommt bei Ihnen die Solarenergie so schlecht weg?

Die Solarenergie kommt in den „Energie-Fakten“ keineswegs „schlecht weg“. Sie wird allerdings nicht – wie andernorts oft – euphorisch verfärbt, sondern realistisch beurteilt. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wie ist der Stand beim Ausstieg aus der Kernenergie in Schweden ?

Aufgrund der Ölpreiskrisen Anfang der 1970er Jahre wurde die schwedische Energiepolitik darauf ausgerichtet, die Importabhängigkeit von Erdöl zu vermindern. Durch die Verlagerung der Energieversorgung auf die Anwendung von Strom – vorwiegend aus Wasserkraftwerken und Kernkraftwerken – ging der Erdölbedarf seit 1970 bis auf etwa 25 % zurück. Der restliche Strom wird aus Erdgas, Steinkohle, Torf, Holz, Holzlauge und in geringem Maße aus Windkraft gewonnen. … mehr

Kessler
Prof. Dr.-Ing.
Dr. h.c. G. Keßler
Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was geschieht zur Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen?
(Proliferation)

Wie viele Techniken kann die Kernspaltung von Uran und Plutonium auch militärisch genutzt oder missbraucht werden. Sie wurde sogar erstmals für Atombomben am Ende des 2. Weltkrieges eingesetzt und geriet dadurch in Misskredit. Erst einige Jahre später erkannte man ihren Wert als kostengünstige und umweltverträgliche Energie mit großem Potential und hoher Versorgungssicherheit.  mehr

Lindauer
Dr. E. Lindauer

Welche Bedeutung haben Betriebsstörungen und Störfälle in Kernkraftwerken? (Meldepflichtige Ereignisse)

Jedes Kernkraftwerk (und ebenso jede andere kerntechnische Anlage) muss einen Sicherheitsbeauftragten haben. Dieser verantwortet u. a. die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungen und die Meldungen von Ereignissen, die vom „Normalbetrieb“ abweichen, an die zuständigen Behörden. Solche Meldungen müssen unabhängig vom Gewicht der Abweichung zügig erstattet werden. Die Eilbedürftigkeit der Meldung wird in der Skala der deutschen Aufsichtsbehörden nach der (abnehmenden) Schwere der Ereignisse nach S, E und N klassifiziert mit Meldefristen zwischen sofort für S und 5 Tagen für N. … mehr

Kernenergie

Henssen
Dr. rer. nat. H. Henssen

Widerspricht die Nutzung der Kernkraft dem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung?

Viele Christen, die gegen die Nutzung der Kernenergie protestieren, begründen dies mit dem göttlichen Gebot, die Schöpfung zu bewahren, und berufen sich dabei auf kirchliche Stellungnahmen. In einer Reihe solcher Verlautbarungen wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Schlußfolgerung aus dem biblischen Auftrag nicht von allen Christen geteilt wird. Für ein eigenes Urteil muss man genauer hinschauen. … mehr

Kronenberg
Dr. A. Kronenberg

Was bedeutet „Transmutation”?

Die bei der Energieerzeugung im Kernkraftwerken stattfindende Umwandlung von Uran in andere chemische Elemente lässt radioaktiver Abfälle entstehen. Die Radioaktivität dieser Stoffe fällt zwar bereits nach 24 Stunden auf rund ein Zehntel des Ausgangsniveaus ab. Aber der Rest macht "Ärger", weil langlebige Komponenten übrig bleiben. Hier setzt der Gedanke der Transmutation an: Werden nämlich die langlebigen Komponenten gezielt aus dem Atommüll herausgeholt und wiederum Kernumwandlungsprozessen unterzogen, lassen sie sich in kurzlebige sowie einen Rest langlebiger radioaktiver Stoffe umwandeln. … mehr

Kronenberg
Dr. A. Kronenberg

Kernreaktoren und nukleare Endlager - eine Erfindung des Menschen?

Am 4. Dezember 1942 – 4 Jahre nach der Entdeckung der Kernspaltung – setzten Enrico Fermi und seine Mitarbeiter in Chicago die erste, sich selbst erhaltende Kettenreaktion in Gang. Der erste Kernreaktor der Welt war in Betrieb gegangen. So haben wir es jedenfalls in der Schule gelernt, aber das war eindeutig falsch. Oder zumindest nicht ganz richtig, denn - wie so oft - war die Natur der modernen Physik wieder einmal weit voraus. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie nützlich und wie schädlich sind Strahlen?

Strahlen sind elektromagnetische Wellen oder Teilchenstrahlen. Elektromagnetische Wellen (auch "Quantenstrahlen" genannt) unterscheiden sich in ihrer Energie, Teilchenstrahlen in der Art der Teilchen und in deren Energie. Strahlen mit genug Energie, um Elektronen aus dem Verband eines Atoms oder Moleküls herauszuschlagen, heißen "ionisierende Strahlen".  … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Stimmt der Vergleich der Kernenergie mit einem Flugzeug ohne Landebahn?

Nein, der Vergleich stimmt nicht, er ist logisch unsinnig, sachlich falsch, unzutreffend und irreführend. … mehr

Schilling
Prof. Dr. H.-D.
Schilling

Welche Bedeutung hat die Kernenergie für die Welt ?

6 Milliarden (Mrd.) Menschen leben heute auf der Erde. Jeder von ihnen verbraucht im Durchschnitt jährlich die 2 Tonnen (t) Steinkohle entsprechende Energiemenge, in den Entwicklungsländern meist sehr viel weniger, in den Industrieländern mehr. Die Weltbevölkerung wächst weiter. 2050 werden 9 Mrd. Menschen erwartet. Heute decken Kohle, Erdöl und Erdgas fast 90 % des Welt-Energiebedarfs. Anteil und Menge dieser fossilen Energieträger müssen wegen der Begrenztheit der Vorräte und zum Klimaschutz bis 2050 drastisch gesenkt werden. Energiesparen, höhere Nutzungsgrade und Substitution durch Regenerative Energien reichen dafür nicht aus.  … mehr

Karlheinz Orth
K. Orth

Sind die deutschen Kernkraftwerke sicher?

Antwort: Ja! Die ausgezeichneten Betriebserfahrungen mit den deutschen Kernkraftwerken sind ein wichtiges Indiz für das erreichte hohe Sicherheitsniveau. Ein weiteres Indiz ist, dass der politisch erzwungene "Ausstieg" aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland nicht auf Gefährdungen und Sicherheitsmängel abgestützt, sondern nur "im Konsens" mit den Eigentümern und Betreibern dieser Anlagen herbeigeführt werden konnte mit dem Ergebnis, dass die meisten Kernkraftwerke mit Zustimmung der Bundesregierung noch viele Jahre in Betrieb bleiben werden. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie gefährlich sind Transporte von verbrauchten Brennelementen?
(Castor-Transporte)

Allein in Deutschland hat es bisher etwa 2000 Transporte mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen gegeben. Dass es dabei keine sicherheitstechnischen Probleme gab, ist nicht verwunderlich. Denn ein umfangreiches System von Sicherheitsvorschriften, Tests und weiteren sicherheitstechnischen Untersuchungen sorgt weltweit dafür, dass die diversen Anforderungen erfüllt werden … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Glauben Sie wirklich, dass durch Atomenergie das Klima gerettet werden kann ?

Im Artikel wird der CO2-Ausstoß div. Systeme zur Erzeugung elektrischer Energie vergleichen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Atomenergie werden anschliessend aufgezeigt. … mehr

Verkehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Ist E10 nun ein Beitrag zum Klimaschutz oder nicht?

Der neue Kraftstoff E 10 ist seit einigen Wochen an den Tankstellen verfügbar, wird jedoch nur von wenigen Autofahreren angenommen. […] Aber auch der Umwelt-Vorteil ist umstritten. Das liegt daran, dass es keine genauen Öko- oder Energiebilanzen zu E10 gibt. Es kann sie auch nicht geben, weil die Energieeffizienz der Biomasse, die ja nur einen geringen Energieinhalt pro Masse bzw. Volumen aufweist, sehr stark von den individuellen Bedingungen abhängt, unter denen sie produziert, transportiert und verarbeitet wird. In ungünstigen Fällen, etwa bei Rapsöl, kann die Energiebilanz negativ werden, dann würden also in die Produktion mehr fossile Energien investiert als das Produkt nachher ersetzen könnte. … mehr

Wärmeerzeugung

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Wie energiesparend sind moderne Heizkessel?

Von den etwa 31 Millionen beheizten Wohnungen in Deutschland sind rund 75 % älter als 25 Jahre. In diesen Wohnungen werden 95 % der Heizwärme verbraucht. Dies verdeutlicht: Bei den Anstrengungen für eine sparsame Energieverwendung und für einen wirksamen Umweltschutz im Bereich der Haushalte steht vor allem der Gebäudebestand im Mittelpunkt. Denn ältere Gebäude weisen eine aus heutiger Sicht oft unzureichende Wärmedämmung und eine teilweise veraltete Heiztechnik auf. … mehr

Martin Dehli
Prof. Dr. M. Dehli

Wie stehen die Aussichten für Solares Kühlen?

Der Energiebedarf für Klimatisierung und Kälte steigt weltweit: Sich mit dem technischen Fortschritt wandelnde Arbeitsbedingungen und wachsender Wohlstand erweitern das Bedürfnis nach passend temperierten Räumen. In heißen, sonnenreichen Regionen ist die Klimatisierung nicht selten sogar eine Grundvoraussetzung für die weitere Entwicklung. Längerfristig muss nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Industrialisierung heutiger Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem weltweit erheblich wachsenden Klimatisierungsbedarf gerechnet werden. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Holzpellets: Was können sie wirklich?

Holzpellets haben Hochkonjunktur. Sie können – so heißt es jedenfalls allgemein - billige Energie bereitstellen, erschöpfbare Energieressourcen schonen, unsere Abhängigkeit von politisch instabilen Ländern reduzieren und vor allem können sie einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Fereisetzungen leisten. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wo und wie können wir am meisten Öl sparen?

Wir können dort am ehesten Öl sparen, wo am meisten verbraucht wird. Das Sparen kann auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Wirkung geschehen. In Deutschland werden Mineralölprodukte vor allem in den drei Bereichen Verkehr, Heizung und Warmwasser, sowie für die Chemie-Industrie eingesetzt. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Kann man mit Strom Energie sparen?

"Strom ist nicht gleich Energie" lautete der Titel eines berühmten Vortrags. Auf Strom entfallen nur etwa 18 Prozent des Energieverbrauchs. Größeres Gewicht haben die aus fossilen Brennstoffen (Kohle, Öl, Erdgas) gewonnene Heiz- und industrielle Prozeßwärme sowie die Treibstoffe. … mehr

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Energie-Wende – bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?

Trotz aller Beschwörungen der Politiker, der Klimaschutz hat es nach der abrupten Energiewende schwerer. Die Argumente, die vor Mitte des Jahres 2010 zugunsten einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ins Feld geführt wurden, waren ja nicht abwegig: 150 Mio. t CO2 sparten die deutschen Kernkraftwerke Jahr für Jahr ein, und das zu äußerst günstigen ökonomischen Bedingungen. Nun wird diese Entlastung 10 Jahre früher fehlen, und es wird kaum möglich sein, diesen Ausfall zu kompensieren, schon gar nicht zu gleichen ökonomischen Bedingungen. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Führt die globale Wasserknappheit zu neuen Anforderungen an die Energieversorgung?

Wasser ist für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen von großer Bedeutung, aber 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, alle 20 Sekunden stirbt ein Kind wegen ungesunden Wassers. Wenn die Weltbevölkerung von heute 7 auf voraussichtlich 9 Milliarden in 2050 angewachsen sein wird, wird der Wasserverbrauch aber dem heutigen Bedarf von 12 Milliarden Menschen entsprechen, weil der Wasserverbrauch etwa doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung. Zwar besteht die Erde, wie auch der Mensch, zu 70 % aus Wasser, aber über 97 % davon bilden die Ozeane, deren Salzwasser außer für Kühlzwecke zu keiner direkten menschlichen Verwendung geeignet ist. … mehr

Allgemein interessierende Antworten auf Fragen von Lesern

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Sind die deutschen Kernkraftwerke gegen Flugzeugabsturz gesichert?

Die deutschen Kernkraftwerke sind gegen „Einwirkungen von außen" ausgelegt. Mit Ausnahme der Ältesten gelten für alle von ihnen die verschärften Anforderungen zur Sicherung gegen Flugzeugabstürze („Lastannahmen“) von 1973. Diese gehen deutlich über das international Übliche hinaus. … mehr

Beiträge in denen die Umweltverträglichkeit am Rande behandelt wird

Prof. GraweProf. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Hochspannungsmasten können abgebaut werden, wenn der gesamte Strombedarf Deutschlands durch Windkraftanlagen gedeckt wird?

Die Antwort mag für Manchen überraschend klingen: So gut wie keiner.

Im Gegenteil: Die Zahl der Leitungsmasten wird zunehmen, vor allem beim geplanten Ausbau von Offshore-Windparks. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Wie reagiert Europa auf die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten?

Die Abhängigkeit der Europäische Union von Energieimporten wächst. Damit werden die Europäer, die am Tropf der fossilen Energien hängen, immer mehr von Energielieferungen aus politisch instabilen Regionen abhängig. Im Extremfall können sie sogar erpressbar werden. … mehr

Guenther Zybell
Dipl.-Ing.
G. Zybell

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wie setzen sich die Strompreise zusammen? (Stand 2006)

Von dem, was die Haushalte für ihren Stromverbrauch bezahlen, entfallen etwas mehr als 20 Prozent auf die Erzeugung der elektrischen Energie und fast 40 Prozent auf den Transport von den Kraftwerken und Windparks zu den Verbrauchszentren sowie auf die Verteilung vor Ort. Dieser Anteil ist so hoch, weil sich elektrische Energie nur über  ständig erforderliche Leitungen transportieren lässt und weil vor allem die örtliche Verteilung über das Niederspannungsnetz (meistens Erdkabel) sehr teuer ist. Rund 40 Prozent ihrer Stromkosten müssen derzeit die Haushalte für Stromsteuer, gesetzliche Aufschläge, Abgaben und Mehrwertsteuer aufwenden. … mehr

Dr. Lindner
Dr. L. Lindner

Wie sind die Aussichten einer solaren Wasserstoffwirtschaft?

Wasserstoff wird häufig als Energieträger der Zukunft genannt, ist aber als Rohstoff in der Natur nicht direkt verfügbar. Er muß erst einmal hergestellt werden, denn er kommt in der Natur nur in gebundener Form vor. Dazu muß er erst in aufwendigen Verfahren aus fossilen Energieträgern oder durch Elektrolyse hergestellt werden. Die Wasserstoffherstellung aus fossilen Rohstoffen macht langfristig keinen Sinn, da diese endlich sind und auch noch künftigen Generationen erhalten bleiben sollten. Deshalb wird häufig die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse von Wasser mit Solarstrom in die Diskussion gebracht. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was ist und was bringt die Ökosteuer?

Ökosteuern sollen nicht so sehr Geld einbringen, als vielmehr zum sparsamen Umgang mit der besteuerten Ressource, z. B. Energie, veranlassen („Lenkungswirkung”). Das funktioniert insbesondere bei solchen Gütern, die nicht als lebensnotwendig angesehen werden, und solchen, die sich ersetzen lassen. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie verfährt man mit giftigen und gefährlichen Sonderabfällen?

Von den jährlich etwa 9 Mio. t an besonders überwachungsbedürftigen Abfällen, auch Sonderabfälle genannt, sind etwa 5 bis 10 % so gefährlich, daß sie eigentlich in eine Untertagedeponie gehören. Im Unterschied zu radioaktiven Abfällen, deren Gefährlichkeit entsprechend der radioaktiven Halbwertszeit immer weiter abnimmt, haben diese Abfälle zum großen Teil eine unendliche Halbwertszeit, d. h. ihre Gefährlichkeit nimmt nicht mit der Zeit ab. In Deutschland stehen z. Z. vier Deponien in Salzformationen für nicht-radioaktive Sonderabfälle zur Verfügung. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Biomasse oder Kernenergie – was setzt weniger CO2 frei?

Kraftwerke gibt es nicht umsonst. Kein Kraftwerk fällt vom Himmel, kein Kraftwerk läuft völlig von alleine und kein Kraftwerk verschwindet von selbst wieder spurlos von der Erde. Im Gegenteil, für die Errichtung eines jeden Kraftwerkes, für seinen Betrieb einschließlich Wartung, Instandhaltung und ggf. Brennstoffbeschaffung und für seinen Abriss muss immer Geld ausgegeben werden, und die entsprechenden Tätigkeiten sind immer mit einem mehr oder weniger großen Energieverbrauch verbunden. Dass dieses Geld bei der Berechnung der Stromgestehungskosten zusätzlich zu den reinen Brennstoffkosten berücksichtigt werden muss, ist selbstverständlich. Aber auch die für die Errichtung, die komplette Betriebsführung und den Abriss einschließlich aller zurechenbaren Tätigkeiten erforderlichen Energiemengen müssen bei einer vollständigen Betrachtung mit berücksichtigt werden.  … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wie ist das mit der Erdwärme?

Vor allem auf Grund von Zerfällen natürlicher radioaktiver Elemente steigt die Temperatur der Erde je 100 m Tiefe um 3 °C. In vulkanischen Gebieten werden schneller höhere Untergrund-Temperaturen erreicht (Geothermische Anomalien) Hier kann die Erdwärme genutzt werden, wenn zugleich Warmwasser-Lagerstätten vorhanden sind. Das Wasser dringt entweder in Thermalquellen oder Geysiren nach oben, oder es muss erbohrt werden.… mehr (siehe insbes. auch die Langfassung)

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum baut man in Deutschland nicht große Sonnen-Kraftwerke wie in Kalifornien?

Sie haben in Kalifornien wahrscheinlich die Solarfarm-Kraftwerke an der Kramer Junction, einer Straßenkreuzung in der Mojave-Wüste, gesehen. Dort sind insgesamt neun Anlagen mit zusammen 345 Megawatt (MW; 1 MW = 1.000 Kilowatt - kW) Leistung in Betrieb. Die letzte (und mit 90 MW größte) davon wurde 1990 fertiggestellt. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Biomasse-Kraftwerke zur Klimavorsorge?

Immer, wenn man Biomasse verbrennt, entsteht dabei CO2, das dann in die Atmosphäre freigesetzt wird. Die "Philosophie des Gesetzgebers" zur Förderung der Biomasse geht davon aus, dass bei der Verbrennung von Biomasse genau so viel CO2 freigesetzt wird, wie seinerzeit zum Aufbau der Biomasse aus der Atmosphäre entnommen wurde. Das stimmt natürlich, aber die daraus abgeleitete Behauptung, die energetische Biomassenutzung wäre auch in der Praxis klimaneutral, stimmt nicht, und sie ist auch nicht zielführend. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Häuser kann eine große Windkraftanlage mit einem Megawatt Leistung versorgen?

Kein einziges Haus (ständig). Das klingt vielleicht provokativ. Aber lassen Sie es mich erläutern: Zunächst gibt es in der Fragestellung zwei „Unbekannte“. Einmal: Was ist ein „Haus“,? Zum anderen: Wie gut sind die Windverhältnisse am Standort? Nehmen wir an, es handelt sich um einen guten Windstandort, an dem die Anlage jährlich umgerechnet 2.000 Volllaststunden Strom erzeugt. An solch einem gutem Standort beträgt die Jahresproduktion einer Anlage mit einem Megawatt = 1.000 Kilowatt Leistung demnach 1.000 x 2.000 = zwei Millionen Kilowattstunden (kWh). … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Inwiefern haben Pumpspeicher-Kraftwerke eine Bedeutung für die Sicherheit der Stromversorgung?

Pumpspeicher-Kraftwerke (PSW) erzeugen Strom durch Wasser, das von einem hoch gelegenen Speichersee (Oberbecken) über eine Druckleitung zu Turbinen mit gekuppelten Generatoren geleitet wird und dann in einen tief gelegenen Speichersee (Unterbecken) fließt. Dort steht es zur erneuten Auffüllung des Oberbeckens wieder zur Verfügung. Das Zurückfördern des Wassers in das Oberbecken erfolgt durch Pumpen, die durch die Generatoren, dann als Motor laufend, angetrieben werden. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welche Bedeutung hat die Wasserkraft für Deutschland?

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Wasserkräfte zunehmend zur Elektrizitätsversorgung eingesetzt. Die Vorteile gegenüber den damaligen (noch kleinen) Wärmekraftwerken waren handgreiflich: Keine Kohlentransporte, hohe Betriebssicherheit, Versorgungssicherheit. Trotz hohen Kapitalbedarfs zum Bau waren die Kraftwerke durch sehr lange Lebensdauern konkurrenzfähig. Das älteste größere und noch heute in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Rheinfelden mit einer maximalen Generator-Leistung von 26 Megawatt liefert seit 1898 Strom (zum Teil mit Anlagen der Erstausstattung!). … mehr

Kaltschmitt
Dr. M. Kaltschmitt

Potenziale regenerativer Energien – Was ist realistisch machbar?

Die technischen Strom- und Wärmeerzeugungspotenziale in Deutschland sind beachtenlich und sehr wohl energiewirtschaftlich relevant; ihrer Erschließung stehen aber eine Vielzahl nachfrageseitiger und ökonomischer Restriktionen entgegen; letztere wurden durch energiepolitische Weichenstellungen (z.B. EEG) der letzten Jahre verändert. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was kostet die Stromkunden die Förderung von regenerativen Energien und von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen?

Die Politik stellt die Nutzung regenerativer Energien und die gemeinsame, zeitgleiche Erzeugung von Strom und Wärme in sog. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den großen Rahmen von Umweltschutz und Ressourcenschonung. Insbesondere verfolgt sie dabei das Ziel der Verminderung der Kohlendioxid(CO2)-Emissionen. … mehr

R. Dupont
Dipl.-Ing.
R. Dupont
Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was ist von Offshore-Windparks zu halten?

Die Energiepolitik will aus Gründen des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens die zukünftige Energieversorgung wesentlich durch eine erhebliche Nutzung erneuerbarer Energien sicherstellen. Auf absehbare Zeit können merkbare Beiträge bei der Stromversorgung (außer durch bereits seit langem genutzte Wasserkraft) nur durch die Windenergie erbracht werden. Der weitere Bau solcher Anlagen auf dem Festland und auf Inseln stößt jedoch vermehrt auf Hindernisse … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Welche Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub entstehen bei den verschiedenen Energiesystemen?

Bei der Verbrennung von Kohlen und Erdölprodukten sowie Erdgas entstehen – neben dem klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) – als wichtigste Schadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Staub. Deren Menge bzw. Anteile am Rauchgas hängt ab von der Zusammensetzung des Brennstoffs, der Verbrennungstechnik und dem Aufwand bei der Rauchgasreinigung. … mehr
Eine Übersicht (und weitere Diagramme) von Emissionen unterschiedlicher Kraftwerksarten finden sich in der PowerPoint Präsentation
Windenergie – Entwicklungen, Erwartungen und energiewirtschaftliche Einordnung (pdf, 1,8 MB)

Klaus Kasper
Dr. K. Kasper

Was ist von kombinierten Gas- und Dampfturbinen- Kraftwerken (GuD-Anlagen) zu erwarten?

Mitte der 1990er Jahre kamen Gasturbinen größerer Leistung mit hohen Wirkungsgraden (über 38 Prozent) und sehr hohen Abgastemperaturen, die in einer nachgeschalteten Kesselanlage zur Dampfproduktion genutzt werden können, auf den Markt. Zugleich waren seit Anfang der 1990er Jahre die Erdgaspreise kontinuierlich gefallen und hatten sich den Steinkohlepreisen stark angenähert. Schließlich waren die großen Gasturbinenhersteller aus betriebswirtschaftlichen und wettbewerblichen Gründen bereit, günstige Preise zu gewähren. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Wie kommt es, dass sich Befürworter und Gegner einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke gleichermaßen auf das jetzt der Bundesregierung vorgelegte Gutachten berufen können?

Das Gutachten, das EWI, GWS und PROGNOS in dieser Woche vorgelegt haben, hatte die Bundesregierung angefordert, um durch Szenarienrechnungen eine Grundlage für ihr Energiekonzept zu erhalten. […] Anders als man aufgrund der Berichterstattung denken könnte gehr es also nicht nur um die Kernenergie; die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung laufen vielmehr auf einen kompletten Umbau des deutschen Energiesystems hinaus. Deshalb wäre es durchaus angemessen gewesen, den anderen Aussagen der Studie mehr Gewicht beizumessen, denn die hier angesprochenen Maßnahmen werden unser Leben in vielen Sektoren einschneidend verändern. … mehr

Schilling
Prof. Dr. H.-D.
Schilling

Wie haben sich die Wirkungsgrade der Kohlekraftwerke entwickelt und was ist künftig zu erwarten?

Die Stromerzeugung aus Kohle begann Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Die ersten Anlagen hatten einen Wirkungsgrad von 1 Prozent, d. h. es wurden 12,3 kg Kohle zur Herstellung einer elektrischen kWh verbraucht.

Die Technik zielt in den nächsten 10 Jahren auf einen Wirkungsgrad bis zu 55 %. Dies würde einen spezifischen Kohleverbrauch von 223 g SKE je kWh bedeuten. Der Beitrag zeigt die Meilensteine der Entwicklung auf. … mehr

Aussagen anderer Fachleute

Dr. Bossel
Dr. U. Bossel

Wasserstoff – die Zeichen stehen ungünstig

Mit teilweise laienhaften Vorstellungen und physikalisch nicht nachvollziehbaren Argumenten, aber mit fast schon religiösem Eifer wird die Einführung einer Wasserstoffwirtschaft gefordert. Wichtige Merkmale der Energiewirtschaft bleiben dabei unberücksichtigt. Mit dem folgenden Beitrag soll verdeutlicht werden, dass die physikalischen und kommerziellen Rahmenbedingungen einer zukünftigen Energiewirtschaft nicht für den Wasserstoff sprechen, sondern vielmehr für eine stärkere Rolle der Elektrizität. … mehr (pdf, 96 kB, Quelle: cci Print-Schweiz Nr. 2/2003)

Hintergrundmaterial

Energiespiegel COver

Der Blick aufs Ganze: Ökobilanzen

„Immer wieder sehen sich Entscheidungsträger vor die Aufgabe gestellt, bei der Optimierung von Prozessen oder Investitionsentscheiden zwischen Alternativen wählen zu müssen, die unterschiedliche Umweltwirkungen haben. Ein hilfreiches Instrument in solchen Situationen sind Ökobilanzen. Sie liefern die nötigen Daten, um verschiedene Optionen umfassend miteinander vergleichen zu können.“

Link zum Newsletter des Energy Science Centers der ETH Zürich (pdf, 1,4 MB);
Titel und Text: ESC-ETH

Eike Roth
Dr. E. Roth

Deutschlands Energiewende – Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft

Kommentare zum Abschlussbericht der Ethik-Komission „Sichere Energieversorgung“ der Bundesregierung

Der Autor Dr. Eike Roth kommentierte den rund 60-seitigen Bericht für die Energie-Fakten.de. Sie können das Dokument als Hintergrundmaterial im Format docx hier (rd. 150 kB) herunterladen.

 

Screenshot NZZ

Wo das CO2 unter der Erde bleibt

Das Pionierprojekt Sleipner vor der norwegischen Küste weckt Hoffnungen

„Vor der Küste Norwegens wird schon seit über zehn Jahren CO2 in tiefe Erdschichten gepresst. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Gas im Prinzip auf Dauer sicher im Untergrund lagern lässt. Jeder vorgesehene Speicher muss allerdings genau auf seine Eignung untersucht werden.“ Link zur Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) (Titel und Text: NZZ)

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB; Link zu vgb.org)

Energiespiegel COver

Nachhaltige Elektrizität: Wunschdenken oder bald Realität?

Energiespiegel – eine Publikations des Paul-Scherrer-Instituts (PSI, Villigen, CH Sommer 2010). Aus der Ankndigung der Publikation:

„Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Kaum ein Begriff wird so oft gebraucht wie auch missbraucht. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Entwicklung ist wohl unbestritten, aber was bedeutet das konkret im Energie- und Stromsektor? Kann die Nachhaltigkeit von Energiesystemen objektiv gemessen werden? Welche Technologien schneiden dabei gut ab? Die jüngste Forschung am PSI zeigt, dass es derzeit keine optimale Lösung gibt und dass es darauf ankommt, wo wir unsere Prioritäten setzen. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des PSI Energie-Spiegels.“ … mehr (pdf, rd. 2 MB, Link zum PSI)

Cover Studie Energieszenarien

Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung

Studie von ewi, prognos und gws aus dem Jahr 2010 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. … mehr (pdf, 2,3 MB)

Links

Screenshot Argumentpapier

Klimawirkungen des Luftverkehrs – Argumente und Fakten

Lediglich 1,6 % aller durch Menschen freigesetzen Klimagase entstehen durch Nutzung der Luftfahrt. Betrachtet man allein die CO2-Emissionen ergibt sich ein Anteil von 2,2 %, was rd. 600 Mio. t CO2 sind. Zum Vergleich und zur Einordnung: der Emissionsanstieg in China von 2001 zu 2002 beträgt610 Mio. t. Das fünfseitige pdf des Flughafenverbands (pdf, 336 kB) stellt die Fakten zu folgenden Aussagen dar:

  • Der Luftverkehr entwickelt sich „zum Klimakiller Nummer eins unter den Verkehrsträgern“.
  • Die Auswirkungen der Emisionen des Luftverkehrs „sind in luftiger Höhe dreimal größer als am Boden und vergrößern so den Treibhauseffekt entsprechend“.
  • Fliegen ist die energieintensivste Art sich fortzubewegen.
  • Die Werbung für das 3-Liter Flugzeug ist irreführend
  • Ein Urlaubsflug nach Mallorca ist klimaschädlicher als ein Jahr Auto fahren.
  • Der Luftverkehr ist aufgrund von Steuerbefreiungen, z.B. für Mineralöl, und aufgrund „weiterer Subventionen“, der am höchsten subventionierte Verkehrsträger.
 

Klimawirkungen des Luftverkehrs

Informationen zum Fachgespräch „Luftverkehr und Klimaschutz“ (pdf, 104 kB, 10 Seiten), Berlin, Deutscher Bundestag, 26. März 2007 von Prof. Dr. Ulrich Schumann (DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)